Ferien und Sonne verlocken

Angst vor dem Andrang: Ausflügler in Bayern nicht willkommen

Zuhausebleiben heißt die Devise. Bei den Verlockungen von Ferien und Sonne für viele gar nicht so einfach. In einigen Touristengebieten in Bayern mehren sich die Sorgen.

  • Ausflügler sind in Bayerns Touristengebieten derzeit unerwünscht.
  • Das Coronavirus* und die Ausgangsbeschränkungen zwingen die Bevölkerung dazu, diese Orte zu meiden.
  • Die Politik appelliert an die Vernunft.

München – Gesperrte Wanderparkplätze, abgeschlossene Grünanlagen und verstärkte Polizeikontrollen: Wer einen größeren Ausflug unternehmen möchte, ist nicht willkommen. Angesichts des Ferienbeginns und der guten Wetteraussichten appelliert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) an die „Vernunft der Bevölkerung“, sich strikt an die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus zu halten: „Es macht keinen Sinn, zig Kilometer an einen beliebten Ausflugsort zu fahren, wo Sie unweigerlich auf eine große Zahl an anderen Ausflüglern treffen“, sagte Herrmann. Gegen einen Spaziergang auf einem einsamen Waldweg spreche aber nichts.

Lesen Sie auch: Coronavirus in Garmisch-Partenkirchen - Polizei greift gegen Ausflügler hart durch

Coronavirus: Innenminister kündigt verstärkte Polizeikontrollen an

Der Innenminister kündigte zudem verstärkte Polizeikontrollen auf den Wegen zu den bekannten Ausflugszielen an. Wer ohne triftigen Grund unterwegs ist und zum Beispiel eine Spazierfahrt oder einen Ausflug zum Sonnen unternimmt, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen. Befinden sich in einem Auto mehrere Personen, die nicht zu einem Hausstand gehören, ist der Betrag für jeden fällig.

Auch in vielen Oberland-Gemeinden ist die Sorge vor einem Ausflügler-Andrang groß. Nachdem am Donnerstag erneut Hunderte die Stege amStarnberger See belagerten, griff das Landratsamt durch: Alle öffentlichen Stege im Landkreis wurden gesperrt. In Garmisch-Partenkirchen ist der Michael-Ende-Kurpark abgeriegelt, auf vielen Wanderparkplätzen ist das Parken verboten. Auch der Alpenverein appelliert eindringlich, keine Bergtouren zu unternehmen.

Da Coronavirus beschäftigt auch die bayerische Staatsregierung weiter. Am Samstagabend hält Ministerpräsident Markus Söder seine Osteransprache zur Lage in der Pandemie.

Coronavirus: 25 000 Verstöße bereits in Bayern

Seit Inkrafttreten der verschärften Regeln vor genau zwei Wochen hat die Polizei in Bayern insgesamt 25 000 Verstöße gegen die geltende Ausgangsbeschränkung festgestellt. 

Vorläufig noch bis 19. April gelten in Bayern Ausgangsbeschränkungen, um das Coronavirus einzudämmen. Markus Söder bittet um Rücksicht, doch immer wieder gibt es Verstöße.

Ein „Danke“ senden US-Bürger, die in Bayern leben, während der Corona-Krise mit einem emotionalen Video an die Menschen im Freistaat. Die Botschaft richtet sich nicht nur an Ärzte und Krankenpfleger.

be

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Rubriklistenbild: © MIS / Bernd Fe il/M.i.S.

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