Einsatz mit Rettungshubschrauber

Dramatische Rettung in Oberbayern: Bergretter müssen Coronavirus-Regeln ignorieren

+
Die Bergwacht musste zu einem schweren Einsatz aufbrechen. (Symbolbild)

In Bayern verunglückte ein Wanderer in der Nähe von Traunstein. Darauf folgte eine dramatische Rettung, bei der die Einsatzkräfte auch wegen des Coronavirus ein Risiko eingehen mussten.

  • Im oberbayerischen Staudach ereignete sich ein Bergunfall.
  • Ein Rettungsteam musste einen verunglückten Wanderer retten.
  • Dabei mussten die Retter die Abstandsregeln wegen des Coronavirus* ignorieren.

In Bayern ereignete sich am Mittwoch (1. April) ein schwerer Berg-Unfall. Ein Mann rutsche auf einem schneeglatten Steig aus und musste von der Bergwacht geborgen werden. Durch den Einsatz konnten die Retter die aktuell gebotenen Coronavirus-Maßnahmen* nicht einhalten, und mussten so ein erhebliches Gesundheitsrisiko auf sich nehmen.

Bayern: Wanderer rutscht ab - Retter rücken aus und gehen großes Corona-Risiko ein

Ein 38-jähriger Mann aus Grassau war am Mittwoch (1. April) im oberbayerischen Staudach unterwegs zu einem unter Einheimischen bekannten Aussichtspunkt in der Nähe der Staudacher Vorderalm. Auf diesen Punkt auf 1216 m Höhe führt ein schmaler und sehr steiler Waldsteig. Kurz vor dem höchsten Punkt rutschte der Mann auf dem schneeglatten und schmalen Steig aus und stürzte ca. 30 m über senkrechtes Fels- und Steilwaldgelände ab. Er blieb schwer verletzt liegen und konnte noch selbst einen Notruf abgeben.

Bayern: Wanderer stürzt - Retter müssen Corona-Richtlinien missachten

Die Bergwacht musste unter schwierigen Bedingungen agieren, um an den Unfallort zu gelangen und den Mann versorgen zu können. Nur mit einem Rettungshubschrauber konnte der Mann mit dem Bergetau ebenfalls unter schwierigen Flugbedingungen geborgen und anschließend ins Krankenhaus Traunstein transportiert werden.

Am Chiemsee kam es zu einem Großeinsatz der Wasserrettungskräfte. Zuvor hatte es eine Sturmwarnung gegeben - doch zahlreiche Wassersportler waren noch auf dem See.

Bergrettung in Bayern: Zehn Mann müssen Corona-Regeln zur Rettung ignorien

Um diesen Einsatz durchführen zu können, waren mindestens 10 Mann der Bergwachten Grassau und Marquartstein notwendig, sowie die Besatzung des Rettungshubschraubers. Die Einhaltung des in Coronazeiten notwendigen Abstands unter den Einsatzkräften ist in einem solchen Einsatz schon rein praktisch gar nicht möglich, daher gingen die Bergwachtmänner zusätzlich zu den alpinen Gefahren noch ein erhebliches gesundheitliches Risiko ein.

Die Bergwacht appelliert, in Zeiten der Corona-Krise von Bergtouren abzusehen, um die Einsatzfähigkeit von Rettungsdiensten nicht zu gefährden.

Besser lief das bei einem Einsatz am Königssee: Ein Paar aus München musste gerettet werden, beachtete aber eine wichtige Corona-Regel.

---

Die Corona-Krise bestimmt den Alltag der Menschen - auch in Bayern. Viele machen sich Sorgen und greifen zu „Hamsterkäufen“ - Die Aktion eines Discounter-Riesen dürfte viele beruhigen. In Bayern herrschen Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus. Ein Schausteller hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, um Senioren eine Freude zu machen.

Auch die Wirtschaft leidet unter der Corona-Krise. Ein Münchener Unternehmen sorgte für Aufsehen - seine Kündigungen waren eiskalt. 

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Drama um vermissten Bundeswehrsoldaten (32): Nach tagelanger Suche - jetzt gibt es traurige Gewissheit
Drama um vermissten Bundeswehrsoldaten (32): Nach tagelanger Suche - jetzt gibt es traurige Gewissheit
Corona in Bayern: Für Kitas gelten ab heute neue Regeln - Spezielle Änderungen für Waldkindergärten 
Corona in Bayern: Für Kitas gelten ab heute neue Regeln - Spezielle Änderungen für Waldkindergärten 
Traunreut: Mann attackiert 20-Jährigen auf offener Straße - Festnahme wegen versuchten Mordes
Traunreut: Mann attackiert 20-Jährigen auf offener Straße - Festnahme wegen versuchten Mordes
Plötzlich Sturmwarnung für den Chiemsee: Zahlreiche Wassersportler per Großeinsatz evakuiert
Plötzlich Sturmwarnung für den Chiemsee: Zahlreiche Wassersportler per Großeinsatz evakuiert

Kommentare