Deal mit Wolznacher Ex-Bürgermeister Schäch kommt nicht zustande

Josef Schäch, der Ex-Bürgermeister von Wolnzach und ehemalige Landrat von Pfaffenhofen ist wegen Untreue angeklagt.

München - Zu weit scheinen die Vorstellungen von Anklage und Verteidigung auseinander zu liegen. Der Deal mit Josef Schäch dem wegen Untreue angeklagten Ex-Bürgermeister von Wolznach, platzte vor Gericht.

Im Untreue-Prozess gegen den früheren Bürgermeister der Gemeinde Wolnzach und seinen Kämmerer ist vor dem Münchner Landgericht am zweiten Verhandlungstag keine Einigung zustande gekommen. Das gab der Vorsitzende Richter Martin Rieder nach einem längeren Rechtsgespräch zwischen den Verfahrensbeteiligten  bekannt.

Offenbar gingen die Vorstellungen über das Strafmaß zu weit auseinander. Der 63 Jahre alte Josef Schäch und der 42-jährige Wolfgang Zwack werden beschuldigt, in den Jahren 2007 und 2008 Kassenkredite in satzungswidriger Höhe ohne Wissen des Gemeinderats aufgenommen zu haben. Den Schaden durch die Zinszahlungen beziffert die Anklage auf gut 180 000 Euro. Beide Angeklagten räumten den objektiven Sachverhalt ein. Nach ihren Angaben wollten sie die Gemeinde nicht schädigen. Das aufgenommene Geld sei in Investitionen geflossen, die der Gemeinderat beschlossen habe. Der Vorsitzende machte keinen Hehl aus seinem Unwillen über das satzungswidrige Vorgehen des Wahlbeamten Schäch.

lby

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