Verdacht gegen Lebensgefährtin

Dementer Millionär bleibt verschwunden

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In diesem Mehrfamilienhaus hat der Millionär gewohnt.

Deggendorf - Ein wohlhabender Rentner aus Deggendorf verschwindet spurlos. Die Polizei glaubt, dass der demente Mann von seiner Lebensgefährtin und deren Sohn gezielt abgeschirmt wird.

Seit Monaten ist ein dementer Millionär aus Deggendorf verschwunden. Die Polizei ermittelt gegen die Lebensgefährtin des 86-Jährigen und deren Sohn wegen Untreue und Freiheitsberaubung. „Es fehlt jede Spur von dem Mann und seiner Partnerin. Das letzte Lebenszeichen gab es im April“, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin, Kunigunde Schwaiberger, am Dienstag. Die Ermittler vermuten, dass der 86-Jährige gezielt abgeschirmt wird.

Der wohlhabende Rentner hatte vor Jahren umfangreiche Vollmachten auf seine Partnerin und deren Sohn übertragen. Es gebe jedoch Anhaltspunkte, dass der Mann zu diesem Zeitpunkt die Tragweite der Verfügungen nicht mehr überblicken konnte, betonte Schwaiberger. Auch ein vor einem Jahr vom Gericht bestellter Betreuer konnte den Rentner bislang nicht aufsuchen. Dabei war zudem eine ärztliche Behandlung beantragt worden.

Der Millionär und die 76-Jährigen sind seit etwa 30 Jahren ein Paar und lebten zuletzt in dem Haus des Mannes in Deggendorf. Als die Töchter des 86-Jährigen jedoch von der Übertragung des Millionenvermögens und mehrerer Immobilien auf die Lebensgefährtin erfuhren, stellten sie Anzeige wegen Untreue. Was wie ein Familien- oder Erbschaftsstreit anmutet, stellt sich nach den Ermittlungen der Polizei jedoch anders dar. Es hätten sich „belastbare Verdachtsmomente gegen die 76-Jährige sowie deren Sohn ergeben“, betonte die Oberstaatsanwältin.

Da auch von der 76 Jahre alten Partnerin jede Spur fehlt, konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Sohn der Frau. Dieser habe aber lediglich angeben, dass es beiden gut gehe, erläuterte Schwaiberger. Ansonsten beruft sich der Mann auf sein Aussageverweigerungsrecht, weil er sich nicht selbst belasten muss. Die Polizei ist daher weiter auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen.

dpa

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