Die Franken schäumen: Wiege des Reinheitsgebots in Bamberg

Eine Maß Bier steht auf einem Tisch. Foto: Peter Kneffel/Archiv
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Eine Maß Bier steht auf einem Tisch. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Nürnberg (dpa/lby) - In Franken wächst der Unmut über die vom Freistaat in diesem Jahr geplanten Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum des bayerischen Bier-Reinheitsgebots. Denn die eigentliche Wiege des Reinheitsgebots stehe gar nicht in Altbayern, wie das Jubiläum suggeriere, sondern in Franken, sagte der Vorsitzende des Fränkischen Bundes, Wolfgang Hoderlein, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Staatsregierung pflegt hier ein Klischee, das gar nicht von der historischen Faktenlage gedeckt ist", ist der frühere bayerische SPD-Chef überzeugt.

Denn bereits 27 Jahre vor dem Erlass des Reinheitsgebots der bayerische Herzöge habe der Bamberger Fürstbischof Heinrich III. "für Bamberg und das Umland" ein Bier-Reinheitsgebot erlassen. Darin heißt es, dass im Bier "nicht mere denn Malz, Hopfen und Wasser verwendet" werden dürfe, berichtet Hoderlein. Der Erlass stamme vom 12. Oktober 1489. Dass es sich dabei keineswegs wie andernorts nur um ein lokales Reinheitsgebot handelt, hält Hoderlein für gesichert.

Position des Fränkischen Bundes zum Bier-Reinheitsgebot

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