Donum Vitae will Rechtssicherheit für anonyme Geburten

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Maria Eichhorn

München - Die katholische Schwangerenberatung Donum Vitae hat Rechtssicherheit bei anonymen Geburten gefordert.

Die Bundesregierung müsse nun die “längst überfällige gesetzliche Regelung“ in die Wege leiten, sagte die bayerische Donum-Vitae- Vorsitzende Maria Eichhorn nach einer Mitteilung vom Sonntag. “Die Möglichkeit der anonymen Geburt rettet nachweislich Leben“, ergänzte Eichhorn. Am Samstag hatte die Organisation in München ihre Mitgliederversammlung abgehalten.

Nach dem Personenstandsgesetz ist jeder verpflichtet, eine Geburt dem Standesamt mitzuteilen, wenn er an einer Entbindung beteiligt war oder davon weiß. Wer Frauen bei einer anonymen Geburt unterstützt, bewegt sich in einem rechtsfreien Raum. Zudem verletzten anonyme Geburten das Grundrecht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung, argumentieren Gegner. “Das Lebensrecht hat für uns aber eindeutig Vorrang vor dem Abstammungsrecht“, sagte Eichhorn dazu.

Donum Vitae startete 2001 das “Moses“-Projekt, mit dem Frauen eine anonyme Geburt im Krankenhaus ermöglicht wird. Dabei würden Beraterinnen die jungen Mütter begleiten. Viele Frauen haben sich nach Worten Eichhorns dabei entschlossen, ihre Anonymität aufzugeben und ihr Kind zu behalten. Für andere Babys seien Adoptiveltern gefunden worden.

Donum Vitae in Bayern wurde im November 1999 gegründet, nachdem der Vatikan die katholische Kirche in Deutschland gezwungen hatte, aus der staatlichen Schwangerenkonfliktberatung auszusteigen. Die Mitarbeiter von Donum Vitae beraten weiterhin und stellen auch die für eine straffreie Abtreibung notwendigen Beratungsscheine aus. 2009 suchten 18 308 Menschen im Freistaat Beratung und Hilfe bei Donum Vitae, 3082 davon wandten sich an die Schwangerenkonfliktberatung.

dpa

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