Zwei Tote bei schwerem Laster-Unfall

Hausen - Schon wieder ist ein Laster in ein Stauende gerast und hat Todesopfer gefordert: Diesmal ereignete sich der Unfall auf der A93. Zwei Menschen starben.

Ein Sattelschlepper war an einem Stauende zwischen Hausen und Abensberg (Landkreis Kelheim) in die letzten Fahrzeuge des Staus gefahren und hatte ein Auto in einen anderen Laster geschoben. Das Auto wurde völlig deformiert und war nach dem Crash nur noch ein einziger Metallhaufen.

Tote bei schwerem Laster-Unfall auf der A93

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In dem Wagen saßen mindestens zwei Menschen, ein 77-jähriger Mann und seine 69-jährige Ehefrau aus dem Raum Regensburg. Sie waren sofort tot. Zunächst waren die Einsatzkräfte sogar von drei Toten ausgegangen. Allerdings war auch mehr als drei Stunden nach dem Unfall nicht klar, wie viele Menschen in dem Wagen waren. Die Polizei schloss nicht aus, dass bei der Bergung des Wracks weitere Leichen gefunden werden. Die Identität und die Herkunft der Opfer seien ebenfalls unklar, berichtete ein Polizeisprecher am Unfallort.

Insgesamt waren neben den zwei Lastwagen drei Autos und ein VW-Bus an dem Unfall beteiligt. Es wurden sechs Menschen leicht verletzt, darunter auch der Unfallverursacher. Warum der Fernfahrer nicht rechtzeitig angehalten hat und gegen 9.00 Uhr in das Stauende fuhr, war zunächst unbekannt.

Die Fernstraße musste nach dem Unfall in Richtung München gesperrt werden. Dadurch bildete sich ein kilometerlanger Stau. In dem Stau standen auch zwei Schulbusse mit insgesamt 120 Kindern. Die Schüler wurden vom Roten Kreuz mit Getränken versorgt. Die Polizei rechnete damit, dass die A93 (Regensburg-Holledau) erst im Laufe des Montagnachmittags wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Am Unfallort im Einsatz waren 14 Rettungsfahrzeuge, zwei Hubschrauber, zwei Notfallseelsorger sowie 70 Feuerwehrler.

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5 Horror-Unfälle in nur einem Monat

Der Horrorunfall von Hausen ist bereits der fünfte Unfall innerhalb eines Monats, bei dem ein Lastzug in ein Stau-Ende gerast ist:

29. Juni: Nach einem schweren Unfall auf der A 92 bei Erding hat sich ein langer Stau gebildet. Am Ende steht Lesley L. mit ihrem Landrover. Die 42-jährige Britin, die mit ihrer Familie in Hallbergmoos lebt, hat per Handy ihren Mann informiert, dass sie später heimkommt, weil sie im Stau steht. Kurz darauf – es ist 23.10 Uhr – passiert es. Ein türkischer Lkw-Fahrer (49) knallt mit seinem Lastzug auf den Jeep der dreifachen Mutter und drückt ihn in einen anderen Lastwagen. Die Fahrzeuge gehen in Flammen auf, Lesley L. ist sofort tot.

2. Juli: Auf der A 7 bei Memmingen rast ein Sattelschlepper um 11.49 Uhr in das Ende eines Staus. Zehn Fahrzeuge werden ineinander verkeilt. Ein 40-Jähriger aus Norddeutschland stirbt noch an der Unglücksstelle, neun weitere Personen, darunter die Beifahrerin (36) des Toten, werden teilweise schwer verletzt. Der 60-jährige Trucker bleibt unverletzt.

5. Juli: Auf der A 3 bei Neutraubling (Kreis Regensburg) hat sich gegen 19.15 Uhr nach einem Lkw-Unfall ein Stau gebildet. Davon hat der Fahrer eines dänischen Autotransporters offensichtlich nichts mitbekommen. Mit Tempo 80 knallt er auf einen anderen Lastzug – und schleudert weiter. Dabei touchiert er einen VW Golf, ein Wohnwagengespann und einen Sattelzug. Der Fahrer (41) wird zwar schwer verletzt, überlebt aber. Drei weitere Personen, darunter ein Mädchen (12), das mit im Golf saß, werden leicht verletzt. Schaden: rund 130 000 Euro.

7. Juli: Wegen Mäharbeiten bildet sich gegen 10 Uhr morgens auf der A8 bei Adelsried ein Stau. Zwei Autofahrer reagieren noch rechtzeitig, aber ein hinter ihnen fahrender Lastzug kommt nicht mehr zum Stehen. Der 40-Tonner knallt auf einen anderen Lastzug, dabei wird der 47-jährige Fahrer eingeklemmt. Er wird schwer verletzt ins Augsburger Klinikum eingeliefert. Geschätzter Schaden an allen beteiligten Fahrzeugen: rund 100 000 Euro.

Rubriklistenbild: © dpa

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