Ehemann erstochen: Frau gesteht Tat

Schweinfurt - Die Angeklagte hat zum Prozessauftakt zugegeben, ihren Mann mit einem Küchenmesser attackiert zu haben. Das die Stiche tödlich waren, streitet sie nicht ab - obwohl sie angeblich keine Erinnerung an die Tat hat.

An die Tat hat die Angeklagte angeblich keine Erinnerung, streitet aber den tödlichen Messerstich auf ihren Ehemann nicht ab: Die Arbeiterin hat am Mittwoch vor dem Landgericht Schweinfurt zugegeben, ihren Mann im Mai vergangenen Jahres mit einem Küchenmesser attackiert zu haben. Die 53-jährige Frau aus Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor der Kammer verantworten.

Die Frau berichtete zum Prozessauftakt von ihrer gewalttätigen Ehe mit dem 54-Jährigen, der Alkoholiker und extrem eifersüchtig gewesen sei. “Er hat sehr oft getrunken, und dann war er aggressiv.“ Immer wieder sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen. “Wenn er nicht betrunken war, war er nett zu mir und den Kindern.“ Das Paar hat zwei Töchter.

Opfer starb noch in der Wohnung

Am Tattag kam die 53-Jährige nach eigenen Worten morgens von der Frühschicht nach Hause. Ihrem betrunkenen Mann habe sie dann die Schnapsflasche weggenommen und diese versteckt. Ein Streit sei auf den anderen gefolgt, außerdem hätten sie sich immer wieder hin- und hergeschubst. Irgendwie habe sie dann ein Küchenmesser zu fassen bekommen und dann wohl zugestochen, erklärte die Angeklagte. Genau wisse sie das nicht mehr.

Das 54 Jahre alte Opfer wurde am Oberkörper verletzt und starb in der gemeinsamen Wohnung. Den Tod ihres Mannes hatte die Angeklagte aber erst am nächsten Morgen entdeckt und die Polizei alarmiert. Das Gericht muss nun klären, ob die Tat Notwehr war. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolfoto)

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