Viele Brände am Wochenende

Einsatzflut für Bayerns Feuerwehren

München - In Bayern entstanden am Wochenende bei zahlreichen Bränden Schäden im sechsstelligen Bereich. Mindestens sechs Menschen wurden verletzt.

Die Feuerwehren in Bayern hatten am Wochenende alle Hände voll zu tun. Mindestens fünfmal mussten sie zu größeren Bränden ausrücken. Darunter war auch ein Feuer in einem Asylbewerberheim in Wörth an der Isar (Landkreis Landshut) in der Nacht zum Samstag. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

Bei dem Brand wurde keiner der anwesenden elf Bewohner verletzt, der Sachschaden war gering. Täter und Motiv waren zunächst nicht bekannt, hieß es. Allerdings nährt eine Stellungnahme des Landratsamtes Landshut Spekulationen über einen möglichen Anschlag durch ausländerfeindliche Täter. Dem Sprecher des Landratsamtes zufolge hatte es in den vergangenen Monaten mehrmals Drohungen im Internet aus offenbar rechtsradikalen Kreisen gegen Mitarbeiter gegeben, die für die Situation der Asylbewerber im Landkreis zuständig sind. Das Landratsamt hatte daraufhin Staatsanwaltschaft und Polizei eingeschaltet.

Bei weiteren Bränden am Freitag erlitten mindestens sechs Menschen Rauchgasvergiftungen, darunter eine fünfköpfige Familie im niederbayerischen Osterhofen (Landkreis Deggendorf), die vermutlich den Kachelofen zu stark einheizte. Wie die Polizei in Straubing mitteilte, begann die Holzdecke rund um den Kamin zu schmoren, dadurch entwickelte sich starker Rauch. Auch in Traunreut (Landkreis Traunstein) erlitt eine 24-Jährige beim Brand eines Mehrfamilienhauses eine leichte Rauchgasvergiftung. Nach Angaben der Polizei brach das Feuer in ihrer Wohnung im Bereich eines Kaminofens aus. Einer ihrer beiden Hunde wurde dabei getötet.

Hohe Schäden richteten Brände in Schwaben an, in beiden Fällen war die Brandursache zunächst unklar. So entstand beim Brand einer Scheune in Altenmünster (Landkreis Augsburg) ein Schaden von 350 000 Euro. Wie die Polizei in Augsburg mitteilte, brannte die Scheune, in der landwirtschaftliche Geräte sowie Stroh- und Heuballen gelagert wurden, komplett ab. Im schwäbischen Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) zerstörte ein Feuer einen Dachboden und richtete einen Schaden von rund 150 000 Euro an. Wie die Polizei in Kempten mitteilte, hatte das Löschwasser außerdem die Wohnungen beschädigt.

dpa

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