Eisstadion Augsburg: Tribünen werden abgerissen

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Da die Tribünen im neuen Augsburger Eisstadion zu flach gebaut wurden, konnte man von manchen Plätzen aus die Spielfläche nicht sehen. Jetzt werden die Tribünen wieder abgerissen.

Augsburg - Monatelang haben die Fans der Augsburger Panther für bessere Sichtverhältnisse in ihrem Eisstadion gekämpft. Nun hat der Stadtrat den Abriss und Neubau der zu flachen Tribünen beschlossen - vorausgesetzt der TÜV sieht kein Sicherheitsrisiko.

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Die Tribünen im Augsburger Curt Frenzel-Stadion werden abgerissen und neu gebaut. Das hat der Stadtrat am Donnerstag beschlossen. Damit sollen die Sichtverhältnisse in dem Eisstadion verbessert werden, das gerade für 16,2 Millionen Euro generalsaniert wird. Da die neuen Tribünen dabei zu flach gebaut wurden, sieht ein Teil der Augsburger Panther-Fans zur Zeit nur wenig von der Eisfläche. Nach Angaben von Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) werden Abriss und Neubau der Tribünen rund eine Million Euro kosten. Tragen muss diesen Betrag voraussichtlich die Stadt. Trotz der nachträglichen Arbeiten soll das Stadion aber wie geplant im Herbst 2012 fertiggestellt werden.

Die Stadträte votierten am Donnerstag mit 53:6 Stimmen für den Vorschlag der Panther-Fans, der von zwei Architekten entwickelt wurde. Dieser sieht vor, dass die flachen Tribünen abgerissen und durch steilere mit jeweils 25 Zentimeter hohen Treppenstufen ersetzt werden. Dadurch würden insgesamt rund 6500 Zuschauer in die Arena passen. Alle Parteien im Stadtrat, mit Ausnahme der Grünen, stimmten für diese Variante. Die Panther-Fans quittierten die Entscheidung mit großem Jubel - schließlich hatten sie monatelang für die Verbesserungen gekämpft. Zuletzt war sogar bei den Spielen der Panther dazu aufgerufen worden, zur Sitzung des Stadtrats zu kommen.

Damit ihre Variante umgesetzt werden kann, muss es jedoch eine Befreiung von der Versammlungsstättenverordnung geben. Denn die Stufen in dem Modell sind sechs Zentimeter höher, als die Verordnung für Fluchtwege es erlaubt. Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) hat dazu bereits den TÜV Südbayern mit der Prüfung beauftragt. Sollte der TÜV in einigen Wochen negativ entscheiden, wird eine weitere Variante zum Zuge kommen. Sie sieht flachere Stufen vor. Das Curt-Frenzel-Stadion würde aber auch nur etwa 6000 Eishockey-Fans fassen.

Eine dritte Alternative der Architekten, die für die Generalsanierung zuständig sind, wurde am Donnerstag verworfen. Sie hatten mit einer Anhebung der Eisfläche um rund 90 Zentimeter und der Aufdoppelung der Sitzbänke nachbessern wollen. Nach der Entscheidung des Stadtrats wird es nun wohl zu einem zähen Rechtsstreit zwischen den beiden Münchner Architekten und der Stadt Augsburg kommen.

dpa

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