Ekelfleisch-Skandal: Prozess vorerst geplatzt

Augsburg - Der Ekelfleisch-Prozess gegen einen Fleisch- und Wurstfabrikanten aus dem schwäbischen Wertingen ist vorerst geplatzt.

Vor der Fortsetzung des Verfahrens am Mittwoch erlitt der Hauptangeklagte einen Herzinfarkt. Ein Sprecher des Augsburger Landgerichts bestätigte am Dienstag entsprechende Informationen des Hörfunksenders Antenne Bayern.

Am Mittwoch wird voraussichtlich das Verfahren gegen die beiden mitbeschuldigten Geschäftspartner des Fleischfabrikanten abgetrennt. Gegen sie könnte dann bereits ein Urteil ergehen, nachdem sie am ersten Verhandlungstag Geständnisse abgelegt hatten.

Wann der Prozess gegen den Hauptangeklagten weitergeht, entscheidet vor allem dessen Gesundheitszustand. Sollte der Mann schnell wieder gesund werden, könnte im Juli oder August der Prozess gegen ihn erneut beginnen, hieß es.

Die in Bayern für Fleischskandale zuständige Staatsanwaltschaft Memmingen listet gegen die Angeklagten 22 Betrugsfälle für die Zeit zwischen 2006 und 2007 auf. Sie sollen tonnenweise Schlachtabfälle umetikettiert und als genusstaugliches Fleisch an einen Berliner Dönerhersteller geliefert haben.

Die Händler sollen damit rund 190.000 Euro Umsatz gemacht haben. Verbraucher sollen durch das Fleisch nicht gefährdet worden sein.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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