Jagdunfall

Tod bei Entenjagd: Teichbesitzer verurteilt

Pfaffenhofen/Ilm - In Geisenfeld sind zwei Jäger auf Entenjagd gestorben, weil ein Boot gekentert ist. Das Landgericht Pfaffenhofen befand den Weiherbesitzer jetzt als mitschuldig.

Knapp ein Jahr nach einem tödlichen Bootsunfall bei einer Entenjagd im oberbayerischen Geisenfeld ist einer der beiden Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung zu 19 600 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der andere hatte bereits einen Strafbefehl akzeptiert, wie das Amtsgericht Pfaffenhofen an der Ilm am Freitag mitteilte.

Das Boot sollte an Silvester 2013 mehrere Entenjäger zu einer Plattform in einem Weiher bringen, war aber überladen und kenterte in dem eiskalten Wasser. Zwei Jagdgäste im Alter von 33 und 70 Jahren starben. Laut Urteil hätten der 69-jährige Eigentümer des Teichs und der 36-jährige Bootsführer dafür sorgen müssen, dass die Jagdgäste eine Sicherheitseinweisung erhalten, das Boot in gutem Zustand ist und nicht überladen wird. Allerdings hätten es die Jäger auch selbst versäumt, die ihnen angebotenen Rettungswesten anzulegen, sagte Amtsgerichtsdirektorin Bettina Gschwilm.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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