Er wird ihn nicht los: „Schlappmaulorden“ bleibt bei Söder

Markus Söder
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Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Corona macht's möglich: Markus Söder wird den „Schlappmaulorden“ der Kitzinger Karnevalsgesellschaft ein weiteres Jahr tragen. Seine Nachfolgerin muss sich derweil in Geduld üben.

Kitzingen - Der „Schlappmaulorden“ hängt coronabedingt weiter um Markus Söders Hals. Die Auszeichnung der Kitzinger Karnevalsgesellschaft wird auch im neuen Jahr und damit im dritten Jahr infolge beim bayerischen Ministerpräsidenten bleiben, sagte Gesellschaftspräsident Rainer Müller der Deutschen Presse-Agentur. Damit ist Söder der einzige Preisträger seit der ersten Verleihung 1989, der die Auszeichnung so lange tragen darf. 2020 waren mit dem Orden die rhetorische Furchtlosigkeit und die markigen Aussagen des Regierungschefs belohnt worden.

Seit 1989 zeichnen die Kitzinger Narren Prominente aus, die durch „eine gar trefflich lockere Zunge und ein schlagkräftiges Wort“ in Erscheinung treten. Durch die Corona-Pandemie hatte es 2021 schon keinen neuen Preisträger gegeben. 2022 nun sollte die Schauspielerin und Kabarettistin Luise Kinseher den Orden bekommen. Kinseher verstehe es, ihr Publikum mit Charme um den Finger zu wickeln und ab und zu ganz fest an der Nase zu packen, begründeten die Karnevalisten ihre Entscheidung im vergangenen November.

Kinseher sollte den Orden eigentlich Ende Februar bei der Prunksitzung der Faschingsgesellschaft in der unterfränkischen Kleinstadt bekommen. Die Veranstaltung fällt aber coronabedingt aus, wie Präsident Müller sagte. „Wir werden daraufhin im nächsten Jahr (2023) keinen anderen Preisträger nehmen.“ Die Verleihung an Kinseher sei nun für den 20. Februar 2023 geplant.

Die 52-Jährige aus Niederbayern ist Film- und Fernsehschauspielerin sowie Kabarettistin. Bekannt dürfte Kinseher vielen Menschen vor allem in der Rolle der „Mama Bavaria“ beim Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg sein.

Den Schlappmaulorden trugen bisher unter anderem die Politiker Barbara Stamm (CSU), Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Gregor Gysi (Linke), Claudia Roth (Grüne) und Guido Westerwelle (FDP), aber auch Prominente wie Sternekoch Alfons Schuhbeck, Sportkommentator Marcel Reif und Komiker Michl Müller. dpa

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