Abkühlung gefällig?

Die zehn kühlsten Orte Bayerns

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Zugspitze, Funtensee oder die Nürnberger Katakomben - an diesen Orten in Bayern kommen Sie so schnell nicht ins Schwitzen.

München - Sahara-Hitze in Bayern: Temperaturen über 30 Grad bringen die Menschen im Freistaat an Pfingsten mächtig ins Schwitzen. Doch es geht auch anders - an den zehn kühlsten Orten in Bayern!

Heißes Pfingstwochenende im Freistaat. Doch man kann auch kühlen Kopf bewahren: In Bayern gibt es jede Menge Orte, die man besser nur mit Jacke und langer Hose besuchen sollte.

HAUCH VON SIBIRIEN

Wer die Schleuse aus zwei Rolltoren passiert hat, fühlt sich wie in Sibirien: Stechende Kälte schlägt ins Gesicht, der Atem kondensiert in der Luft. Minus 42 Grad herrschen im Tiefkühllager des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes im unterfränkischen Wiesentheid. In langen Regalfluchten, automatisch befüllt und von einem Computersystem verwaltet, lagert Blutplasma. Jeweils 40 flache Päckchen liegen auf einem sogenannten Tablar, einer Art Kuchenblech, im Kälteschlaf.

AB INS BERGWERK

Eines der ältesten Bergwerke Europas befindet sich in Oberbayern: Wenn es selbst im Schatten noch zu heiß ist, das Baden am See nicht die gewünschte Erfrischung bringt und eine Wanderung auf den Berg zu beschwerlich wird, dann sorgen die zwölf Grad unter Tage im Salzbergwerk Berchtesgaden für Abkühlung. Auch Abenteuerfans kommen auf ihre Kosten - ganz ohne Schwitzen: Tief unter der Erde können sich Hitze geplagte Besucher auf 40 Meter langen Holzrutschen austoben oder an einer Floßfahrt über den Spiegelsee teilnehmen. Voll cool!

KÜHLER UNTERGRUND

Die bis zu 24 Meter in den Untergrund der Nürnberger Innenstadt reichenden Felsengänge entstanden vom 14. Jahrhundert an als Lager- und Reifestätte für Bier. Der Nürnberger Rat hatte festgelegt, dass jeder Wirt ein Haus für den Ausschank und einen mindestens 15 Quadratmeter großen Keller zur Gärung und Lagerung des Bieres haben musste. Normalerweise herrscht in den Felsengängen ein konstantes Klima von acht bis zehn Grad.

DER KLASSIKER AUF 2962 METERN HÖHE

Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, verspricht ganzjährig kühle Temperaturen. An Pfingsten werden hier oben Werte von höchstens etwas mehr als zehn Grad erwartet. Noch zu warm? Auf dem Zugspitzblatt gibt es auch Gletscher, die besichtigt werden können. Wer hier noch T-Shirt trägt, wird ganz schön bibbern.

DAS KÜHLSTE KONZERT BAYERNS

Das kühlste Konzert im Freistaat steigt am Pfingstmontag in Niederbayern: In der Tropfsteinhöhle Schulerloch erklingen um 19.00 Uhr (heiße) Sambaklänge. Wer es ruhiger angehen will, kann die Teufelshöhle in Oberfranken oder die Sturmannshöhle im Allgäu besuchen. Beide Orte bieten seit gut 100 Millionen Jahren Schutz vor Affenhitze.

DER KÄLTESTE SEE DEUTSCHLANDS

An diesem See ist es kalt, richtig kalt: Vor 13 Jahren wurden am Funtensee im Nationalpark Berchtesgaden sogar einmal minus 45,9 Grad gemessen. Im Sommer kann es hier auch schon mal Nachtfrost geben. Wer ins Wasser springen will, sollte abgehärtet sein: Selbst an warmen Tagen ist der See auf gut 1600 Metern oft nur zwischen 12 und 17 Grad „warm“.

JEDE MENGE EISWÜRFEL

Eiswürfel sorgen - zumindest bis sie wieder zu Wasser geschmolzen sind - für rasche Abkühlung. Einen ganzen Berg Eiswürfel gibt es am Pfingstwochenende in Nürnberg: Für das Festival Rock im Park haben die Veranstalter drei Tonnen der gefrorenen Wasserstücke bestellt.

OPTISCHE ABKÜHLUNG

Kalte Gedanken können sich die Besucher der Ausstellung „Im Eis“ machen. Der Fotokünstler Stefan Hunstein reiste 2012 nach Grönland, um die Schönheit der Polarmeere einzufangen. Seine Aufnahmen zeigen die Natur so, wie sie sich dem Fotografen präsentiert hat: Unwirklich, durchzogen mit riesenhaften Eisbergen in Weiß, Blau und Grau und der Magie einer noch teilweise unberührten Welt. Die kühlen Schönheiten sind derzeit im Münchner Stadtmuseum zu bewundern.

BAYERNS GRÖßTER KÜHLSCHRANK

Rund zehn Millionen Gläser Marmelade verlassen jedes Jahr die Produktion eines Konfitürenherstellers im unterfränkischen Haßfurt. Sämtliche Zutaten müssen gekühlt gelagert werden. Hierzu hat die Firma Bayerns größten Kühlschrank gebaut: eine Kühlhalle mit Platz für 700 Tonnen Obst.

REGEN UND ARKTISCHE TEMPERATUREN AUF KNOPFDRUCK

Okay, man muss schon bis Dienstag warten. Aber in einem Münchner Sportgeschäft am Isatorplatz regnet es auf Knopfdruck: In der Regenkammer können Kunden testen, ob Rucksäcke und Regenmäntel wasserdicht sind - hier kommen Regenfans voll auf ihre Kosten. Eine weitere Attraktion ist die 125 Quadratmeter große Kältekammer: Bei arktischen Temperaturen werden darin Höhen aus dem Expeditionsbereich simuliert. Winterjacke, Handschuhe und Strickmütze nicht vergessen!

dpa

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