Ermittlungen um Ex-Landrat Wölfl abgeschlossen

+
Die Ermittlungen um den Fall des ehemaligen Landrates Heinz Wölfl sind abgeschlossen.

Deggendorf/Regen - Im Fall des ehemaligen Regener CSU-Landrates Heinz Wölfl sind die Ermittlungen wegen Bestechlichkeit endgültig abgeschlossen.

Gegen drei Beschuldigte eines Geldinstituts sei das Verfahren wegen des Verdachts der Untreue wegen geringer Schuld eingestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Deggendorf am Freitag mit. In einem Fall habe das Amtsgericht die Zahlung einer Geldauflage veranlasst. Auch die Ermittlungen gegen einen Mitarbeiter der Kreiskrankenhäuser Zwiesel-Viechtach wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung seien gegen eine Geldauflage eingestellt worden.

Mitte August 2011 war der damalige Landrat Wölfl mit seinem Wagen gegen einen Baum gerast und noch am Unfallort gestorben. Wenig später waren Abschiedsbriefe aufgetaucht, in denen er sich bei seinen Gläubigern entschuldigte. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatte der 58 Jahre alte CSU-Politiker wegen einer Spielsucht Schulden in Höhe von etwa einer Million Euro. Bei Unternehmern und Banken hatte er ungesicherte Darlehen erhalten und dafür Gegenleistungen gewährt. Im Zuge der Ermittlungen waren mehr als 30 Objekte durchsucht worden, darunter das Landratsamt Regen.

Wölfl war mehr als er zehn Jahre lang Bürgermeister in Regen, ehe er 1994 Landrat wurde. In den Jahren 2002 und 2008 wurde der dreifache Vater jeweils ohne Gegenkandidat wiedergewählt. Nach Wölfls Tod setzte sich bei der notwendigen Neuwahl zum Landrat in Regen der SPD-Kandidat, der damals erst 27 Jahre alte Michael Adam, durch.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Drei Tote bei Autounfall im Allgäu - ein Mitfahrer im Kofferraum 
Drei Tote bei Autounfall im Allgäu - ein Mitfahrer im Kofferraum 
Gewitter und Starkregen in Nordbayern - Tiefgarage läuft voll
Gewitter und Starkregen in Nordbayern - Tiefgarage läuft voll
Explosionsgefahr: Fahrer fährt brennenden Lkw in unbewohntes Gebiet
Explosionsgefahr: Fahrer fährt brennenden Lkw in unbewohntes Gebiet
Bergsteigerin stürzt 70 Meter in die Tiefe und stirbt
Bergsteigerin stürzt 70 Meter in die Tiefe und stirbt

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion