Erpresser-Anrufe bei Banken und Tankstellen

Mühldorf am Inn - Ein 31 Jahre alter Mann hat im Südosten Oberbayerns versucht Banken und Tankstellen zu erpressen. Per Telefon drohte er ein Kind in seinem Gewahrsam zu verletzten.

Am vergangenen Donnerstag meldete sich der Erpresser telefonisch bei einer Waldkraiburger Bank und gab vor, ein Kind in seiner Gewalt zu haben. Nachdem er noch betonte eine Waffe zu besitzen, stellte er eine Geldforderung. Im weiteren Verlauf brach das Gespräch jedoch ab und es kam zu keinem weiteren Kontakt.

Nur zwei Tage später erhielt auch eine Ampfinger Tankstelle einen Anruf von dem Erpresser. Wiederum wurde eine Geldforderung gestellt und auf ein Kind hingewiesen. Auch hier brach das Gespräch ab und der Anrufer meldete sich nicht mehr.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten zwei ganz ähnlich gelagerte Anrufe bei Tankstellen im Bereich Pfarrkirchen zu Tage. Bei weiteren Nachforschungen ergaben sich Hinweise auf den aus dem Landkreis Rottal-Inn stammenden 31-Jährigen, der in seiner Wohnung widerstandslos festgenommen werden konnte. Nach einer psychiatrischen Untersuchung wurde gegen den Mann Unterbringungsbefehl erlassen.

In einer Vernehmung räumte der Mann, der zu keiner Zeit ein Kind in seiner Gewalt hatte und nie im Besitz einer Waffe gewesen sein dürfte, die Anrufe ein.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei könnte er seit Januar 2011 noch weit mehr ähnlich gelagerte Anrufe bei verschiedenen Tankstellen und Banken im südostbayerischen Raum getätigt haben, die jedoch bisher nicht zur Anzeige gekommen sind.

mm

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