Wie funktioniert das? 

Fürther Klimaschutzprojekt geht neue Wege - CO2 binden, um es zu verringern

Schild mit der Aufschrift „Save our Planet“
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Um die Erde schützen zu können, hat ein Fürther Unternehmen ein neues Verfahren entwickelt, bei dem CO2 gebunden werden soll. (Symbolbild)

Kann man Kohlenstoffdioxid binden, um es zu verringern? Das versucht ein Fürther Klimaschutzprojekt jetzt – und zwar mithilfe von Gestein.

Fürth – Was können wir tun, um die Klimaerwärmung zu verlangsamen? CO2 zu vermeiden reicht allein nicht aus, meint das Fürther Unternehmen „Carbon Drawdown Initiative GmbH“. Deshalb hat das Unternehmen jetzt ein wissenschaftliches Projekt gestartet, dass die Alternativen erforschen soll. Zum Beispiel: In der Atmosphäre freigesetztes Kohlenstoffdioxid wieder binden.

Fürth: CO2 binden mithilfe von Gestein

Das Einfangen von CO2 in der Luft soll über „Enhanced Weathering“ (dt. beschleunigte Verwitterung) funktionieren, wie das Unternehmen auf seiner Website schreibt. Und zwar mithilfe bestimmter Gesteinsarten wie Basalt oder Dunit. Das Gestein wird etwa auf Ackerflächen verteilt und soll dann mit dem in der Luft enthaltenen CO2 reagieren. Dabei entstehen sogenannte „harmlose Carbonate“, die das CO2 für tausende Jahre fixieren.

Nach den Überlegungen des Unternehmens sollen so auf Ackerflächen bis zu zwei Tonnen CO2 innerhalb von fünf Jahren eingesammelt werden. Versuchsflächen dafür sind in Griechenland, den Niederlanden sowie Bremerhaven und auch in Fürth* zu finden, wie BR24 berichtet.

Fürth: „CO2 vermeiden reicht nicht aus“

Laut den Experten von „Carbon Drawdown“ reicht es nicht aus, den CO2-Ausstoß nur zu reduzieren oder zu vermeiden. Es müsse auch gegen das bereits vorhandene CO2 bekämpft werden. Auch mit der kleinsten Menge CO2 in der Atmosphäre würde es heißer werden, heißt es auf der Website. „Auch wenn wir ‚Zero Emissions‘ erreichen, wird das Klima nicht kälter werden – außer, wir ziehen das CO2 aktiv aus der Luft.“

Seit 2017 habe es bereits mehr als 2500 Studien zu der Methode „Enhanced Weathering“ gegeben, schreiben die Forscher. Die Resultate sind ähnlich: Es funktioniert, doch es seien weitere Studien und Experimente notwendig. Dafür will „Carbon Drawdown“ nun sorgen. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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