Bei Altstadtfest:

Gedenkminute für Opfer des Amoklaufs in Leutershausen

Leutershausen - Bei ihrem Altstadtfest haben die Menschen im mittelfränkischen Leutershausen der zwei Opfer des Amoklaufs von vor zwei Wochen gedacht.

Während eines Gottesdiensts auf dem Marktplatz gab es eine Gedenkminute für die 82 Jahre alte Frau und den 72 Jahre alten Radfahrer, die am 10. Juli in der Gemeinde von einem Amokläufer erschossen worden waren.

Gemeinde und Veranstalter hatten sich laut Bürgermeister Siegfried Heß nach Gesprächen mit den Hinterbliebenen darauf geeinigt, das Fest trotz der Ereignisse stattfinden zu lassen. Noch immer herrsche aber Schock und Trauer in der Gemeinde, schrieb Heß im jüngsten Mitteilungsblatt der Gemeinde. „Das schreckliche Ereignis vom 10. Juli hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, wie trügerisch unser Gefühl von Normalität und Sicherheit selbst in einer beschaulichen Kleinstadt ist.“

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Leutershausen bei einer Kirchweih in einem Ortsteil getrauert: Das Fest wurde stiller begangen als sonst, am Kirchweihbaum wehte eine Trauerfahne, die Fahrzeuge waren mit Trauerflor geschmückt.

Am 10. Juli soll ein psychisch kranker 47-Jähriger die beiden Opfer erschossen haben. Auf der rund 30 Kilometer langen Flucht nach Bad Windsheim schoss der Sportschütze dann den Ermittlungen zufolge auch noch auf eine Autofahrerin und einen Traktorfahrer. Der Mann konnte schließlich an einer Tankstelle überwältigt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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