Guttenberg schließt schnelle Rückkehr in deutsche Politik aus

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Foto: Stephan Jansen/Archiv
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Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Foto: Stephan Jansen/Archiv

München (dpa/lby) - Der frühere Verteidigungsminister und einstige CSU-Hoffnungsträger Karl-Theodor zu Guttenberg hat eine schnelle Rückkehr in die deutsche Politik erneut ausgeschlossen. "Die Expansion meines Unternehmens füllt mich gänzlich aus", schrieb Guttenberg, der inzwischen eine Beratungsfirma in den USA führt, in einer E-Mail an die "Süddeutsche Zeitung". Das Blatt zitierte Guttenberg am Montag außerdem mit den Worten: "Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen." Der CSU-Politiker hatte wegen Plagiaten in seiner Doktorarbeit 2011 als Minister zurücktreten müssen und war in die USA gezogen.

Unter Berufung auf nicht näher bezeichnete CSU-Kreise schrieb die "Süddeutsche Zeitung" allerdings, es sei zwar nur eine, aber die von CSU-Chef Horst Seehofer "favorisierte Option", dass Guttenberg nächster Parteichef werden und die CSU in die Bundestagswahl 2017 führen könnte.

Seehofer selbst sagte dazu am Montag in München, er habe mit Guttenberg nicht einmal andeutungsweise über eine mögliche Kandidatur gesprochen. Und innerhalb der gesamten Partei auch mit niemandem. Für die Bundestagswahl brauche man "eine sehr, sehr gute Mannschaft", sagte der bayerische Ministerpräsident, betonte aber zugleich: "Darüber werden wir frühestens ab Herbst dieses Jahres reden, eher würde ich mal tippen auf den Winter, auf den Jahreswechsel 16/17."

Über Guttenberg sagte Seehofer lediglich: "Er war und ist bereit, themenbezogen mitzuarbeiten." Dies gelte insbesondere für die Bereiche der Außenpolitik und der internationalen Digitalisierung.

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