Abschlussprüfung wird wiederholt

Haben die Polizeischüler gemogelt?

München - Die Schüler diskutierten die Fragestellung vor Beginn der Prüfung. Das machte die Ausbilder stutzig. Sie setzten die Prüfung neu an. Mögliche strafrechtliche Konsequenzen werden geprüft.

Die Schüler des aktuellen Abschlusslehrgangs der bayerischen Polizei haben eine Aufgabe ihrer schriftlichen Abschlussprüfung wiederholen müssen. Grund war der Verdacht, dass Details der entsprechenden Aufgabe möglicherweise vorab durchgesickert waren. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der „Augsburger Allgemeinen“. Betroffen waren demnach 555 Polizeischüler aus ganz Bayern.

Ausbilder hatten demnach mitbekommen, dass Schüler bereits vor dem Prüfungstermin über die Fragestellung diskutierten. Daraufhin wurde die Wiederholung der Aufgabe angeordnet - der Termin fand vergangene Woche statt. In internen Ermittlungen wird nun geklärt, ob jemand die Aufgabe bewusst weitergegeben hat oder ob die Schüler nur richtig spekulierten. Es werde geprüft, ob es straf- oder dienstrechtliche Konsequenzen geben müsse, erläuterte der Ministeriumssprecher.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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