Habilitationsschrift des Kunsthistorikers Panofsky auf dem Markt

München (dpa/lby) - Jahrzehntelang galt sie als verschollen, jetzt kann jeder sie kaufen: Zwei Jahre nach dem Sensationsfund von München ist die Habilitationsschrift des Kunsthistorikers Erwin Panofsky (1892-1968) auf dem Markt. Die Arbeit mit dem Titel "Die Gestaltungsprincipien Michelangelos, besonders in ihrem Verhältnis zu denen Raffaels" war 2012 völlig zufällig im Keller des Münchner Zentralinstituts für Kunstgeschichte gefunden worden. Sie lag in einem einstigen Panzerschrank der NSDAP. Wie sie dort hingelangte, stellt die Kunsthistoriker noch immer vor ein Rätsel.

Panofsky gilt als einer der wichtigsten und einflussreichsten Kunstwissenschaftler des 20. Jahrhunderts und als "Einstein der Kunstgeschichte". Seine Witwe Gerda Panofsky hat das Manuskript bearbeitet und das Werk herausgegeben und mit einem Vorwort versehen. Sie will auch eine Biografie über ihren verstorbenen Mann auf den Markt bringen.

Infos zur Veröffentlichung der Habilitationsschrift

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