Handgranaten-Anschlag - "neue schreckliche Dimension"

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Foto: Peter Kneffel
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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Foto: Peter Kneffel

Augsburg/Villingen-Schwenningen (dpa/lby) - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat nach dem Handgranaten-Anschlag von Villingen-Schwenningen vor einer Eskalation rechter Kriminalität gewarnt. "Der Wurf einer Handgranate ist eine neue schreckliche Dimension ausländerfeindlicher Gewalt", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). Herrmann betonte, die Sicherheitsbehörden müssten gegenüber ausländerfeindlichen Straftätern "null Toleranz" zeigen. "Wir dürfen nicht dulden, dass Menschen, die bei uns Asyl suchen, Angst vor Gewalt haben müssen oder Opfer von Gewalt werden."

In der Nacht zum Freitag hatten Unbekannte einen Anschlag mit einer Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen verübt. Der Sprengkörper wurde über einen Zaun auf den geteerten Innenhof der Erstaufnahmestelle geworfen, bestätigte die Polizei. Der Sicherheitssplint war gezogen, die mit Sprengstoff gefüllte Granate explodierte jedoch nicht. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. In der Unterkunft leben mehr als 100 Flüchtlinge aus mehreren Ländern.

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