IG BAU: CSU will Mindestlohn aufweichen

IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. Foto: Hannibal Hanschke/Archiv
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IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. Foto: Hannibal Hanschke/Archiv

Straubing (dpa/lby) - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat der CSU vorgeworfen, den gesetzlichen Mindestlohn durch die Hintertür aufweichen zu wollen. Die Dokumentation von Arbeitszeiten sei zur Kontrolle der Arbeitgeber notwendig und habe nichts mit einem "Bürokratiemonster" zu tun, sagte der IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger am Samstag auf dem Niederbayerischen Gewerkschaftstag in Straubing. "Ohne Aufzeichnung stehen die 8,50 Euro am Ende nur auf dem Papier. Das würde die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Bundesregierung schwer erschüttern", sagte Feiger.

Unionspolitiker fordern, die Dokumentationspflicht für Arbeitgeber zu lockern. Für geringfügig Beschäftigte sollte sie entfallen, wenn ein schriftlicher und aussagekräftiger Arbeitsvertrag vorliege. Feiger entgegnete, der Mindestlohn reiche gerade aus, um das Existenzminimum zu sichern. "Einer Partei, die das Wort 'Sozial' im Namen führt, sollte es ein Anliegen sein, Menschen vor Not und Armut zu bewahren."

Niederbayerischer Gewerkschaftstag

Mitteilung IG BAU

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