Immobilienschwindel: Betrügerbande vor Gericht

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Mit windigen Geschäften haben die Betrüger Banken um Millionen betrogen.

Nürnberg - Eine Bande aus acht Betrügern steht vor dem Nürnberger Landgericht. Sie haben zwielichtige Immobilien Geschäfte betrieben: Der Schaden geht in die Millionen

Eine achtköpfige mutmaßliche Betrügerbande muss sich seit Donnerstag vor dem Nürnberger Landgericht wegen windiger Immobiliengeschäfte verantworten. Den zwischen 37 und 60 Jahren alten Beschuldigten wird vorgeworfen, Banken um mehrere Millionen Euro betrogen zu haben. Die sieben Männer und eine Frau hatten ihre mutmaßlichen Betrügereien im Jahr 2003 gestartet. Erst im Jahr 2008 legten Polizei und Staatsanwaltschaft der Bande das Handwerk.

Nach Angaben der beiden Staatsanwälte, die zum Prozessauftakt abwechselnd die 700 Seiten lange Anklageschrift verlasen, hatten sich die Angeklagten mit Hilfe eines ausgeklügelten Systems Banken gegenüber als zahlungskräftige und seriöse Geschäftsleute ausgegeben. Zudem hätten sie den Geldinstitute unrealistisch hohen Werte der zu finanzierenden Immobilien in Nürnberg vorgegaukelt.

Auf diese Weise hätten sie sich von verschiedenen Banken Darlehen in Höhe von knapp 7,7 Millionen Euro erschlichen; ob die Beschuldigten die Darlehen jemals wieder zurückzahlen können, sei unklar, heißt es in der Anklage. Allein dem 51 Jahre alten Hauptangeklagten legt die Staatsanwaltschaft 38 Fälle von gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs zur Last. Für den Prozess hat das Gericht zunächst 16 Verhandlungstage anberaumt. Mit einem Urteil in dem aufwendigen Verfahren ist erst im Januar zu rechnen.

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