Deutsche Bahn investiert in den Naturschutz - und baut woanders Gleise aus

Wo früher Granaten explodierten, sollen jetzt Edel-Pferde weiden

Przewalski-Pferde
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Eine Herde Przewalski-Pferde in der Mongolei.

Aschaffenburg - Die Deutsche Bahn lässt auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz eine Wildpferdeherde leben. Dadurch kann das Unternehmen an anderer Stelle eine Bahn-Strecke ausbauen.

Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Aschaffenburg soll eine internationale Wildpferdeherde ein neues Zuhause finden. Die Tiere der geschützten Urpferderasse Przewalski könnten dort fressen und sollen so eine Verwaldung des rund 75 Hektar großen Gebiets verhindern, teilte die Deutsche Bahn am Dienstag mit. Von Plattformen aus sollen Besucher die Pferde beobachten können.

Der Konzern hat das Gelände als Naturschutzgebiet weiterentwickelt. Dafür bekommt das Unternehmen sogenannte Ökopunkte, die beim Ausbau der Strecke Hanau-Nantenbach verrechnet werden. Dort wird wiederum in die Natur eingegriffen. Jährlich investiert die Bahn eigenen Angaben nach insgesamt eine dreistellige Millionensumme in den Naturschutz.

Los geht es mit sechs Pferden aus den Zoos in Köln, Leipzig, Münster und aus dem Wildpark Grünau in Österreich. Im Sommer sollen zwei Stuten aus Helsinki und eine aus der Döberitzer Heide hinzukommen. Die kleinen Wildpferde, die in Zentralasien zu Hause sind, galten laut Mitteilung seit 1970 in freier Wildbahn als fast ausgestorben.

dpa

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