Isar 1: Röttgen verlangt Informationen zu Schnellabschaltung

Essenbach/Berlin - Nach der Reaktorschnellabschaltung beim Herunterfahren des Atommeilers Isar I verlangt Bundesumweltminister Röttgen (CDU) genauere Informationen zu dem Vorfall.

Eine Sprecherin Röttgens sagte am Freitag in Berlin, das Ministerium habe beim Freistaat entsprechende Informationen angefordert.

Der Betreiber Eon hatte mitgeteilt, dass es am Donnerstag vergangener Woche, nachdem Isar 1 bereits sicher vom Netz getrennt worden sei, in der sogenannten Nachbetriebsphase “zur zusätzlichen Auslösung einer Reaktorschnellabschaltung“ gekommen sei. Ursache war den Angaben zufolge eine Absenkung des Füllstandes im Reaktordruckbehälter. Die Anlage habe “auslegungsgemäß“ reagiert.

Nach Eon-Angaben liegt der Vorfall unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von besonderen Vorkommnissen in Kernkraftwerken. “Die Einstufung des Ereignisses zeigt, dass es sich um ein Vorkommnis mit keiner sicherheitstechnischen Bedeutung handelt“, argumentierte Eon.

dpa

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