Eigenen Sohn getötet

88-Jähriger benutzte bei Familiendrama legale Waffen

Westerheim - Der 88-Jährige, der im Allgäu seinen Sohn erschossen und einen weiteren Verwandten angeschossen hat, hat die Tatwaffe als Sportschütze legal besessen. Insgesamt wurden bei dem Mann sechs Schusswaffen sichergestellt.

Wie berichtet, hatte der 88-jährige Johann K. seinen 65-jährigen Sohn Hans erschossen, sein Verwandter Norbert B. (42) überlebte wie durch ein Wunder: Die auf ihn abgefeuerten Kugeln prallten an seinem Smartphone und an einem Schlüsselbund ab.

Gestern machten im Ort Gerüchte die Runde, dass der Todesschütze Johann K. an einem Herzinfarkt gestorben sei. Er war vermutlich bei dem den Schüssen vorausgegangenen Streit mit Norbert B. leicht verletzt worden und liegt im Krankenhaus. „Gerüchte, dass er gestorben ist, können wir dementieren“, heißt es beim Polizeipräsidium Schwaben Süd. Vermutlich wird der 88-Jährige bald in eine JVA verlegt. Ein Haftbefehl wurde noch am Mittwochabend erlassen.

Die Pistole und den Revolver, die Johann K. am Dienstagabend benutzte, besaß er legal. Darüber hinaus hatte der Sportschütze, der in einem Verein außerhalb Westerheims Mitglied war, auch noch zwei Gewehre. Hans K. war selbst schwer krank und lange zu Klinik- und Kuraufenthalten weg von zu Hause. Erst vor Kurzem war er wieder in seine Heimat zurückgekehrt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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