Jugend forscht: Mittel gegen Mundgeruch und behindertengerechte Säge

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Gabriel Salg (l.) und Nicolas Scheidig (beide 16) zeigen ein Molekülmodell ihrer Formel gegen Mundgeruch.

Würzburg - Mit ihren Forschungsarbeiten haben sich 15 Jugendliche aus Bayern für den Bundeswettbewerb “Jugend forscht“ qualifiziert. Die Sieger wurden am Donnerstag in Würzburg gekürt. Was sie erfunden haben:

Ein Mittel gegen Mundgeruch, ein hydraulisches Druckausgleichsventil und eine behindertengerechte Säge: Mit diesen und anderen spannenden Forschungsarbeiten haben sich 15 Jugendliche aus Bayern für den Bundeswettbewerb “Jugend forscht“ qualifiziert. Die Nachwuchstüftler wurden am Ende des dreitägigen Wettbewerbs am Donnerstagnachmittag in Würzburg gekürt.

Unter ihnen war auch Kilian Böll aus Gerbrunn (Landkreis Würzburg). Der Schüler entwickelte ein Verfahren, dass es seinem Modellhubschrauber ermöglicht, in der Luft auf einer Stelle zu schweben. Die 16-jährige Stephanie Mehltretter und der gleichaltrige Simon Strasser vom Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium Cham setzten sich mit einer eigens entwickelten Online-Plattform für lerntypgerechtes Lernen durch.

Ihre Forscherkollegen Gabriel Salg und Nicolas Scheidig tobten sich in einem ganz anderen Bereich aus: Sie wollten etwas gegen Mundgeruch entwickeln. “Mundgeruch haben viele“, erklärte der 16-jährige Nicolas. Nur reden wolle keiner darüber. Die Burschen aus dem Landkreis Aschaffenburg entdeckten schließlich in ihrem Labor eine Formel gegen Mundgeruch. “Eine Cyclodextrin-Lösung absorbiert stinkende Schwefelverbindungen.“ Damit müsse der Betroffene nur einmal Gurgeln und der Knoblauchgeruch sei wie weggeblasen.

Ausgezeichnet wurden auch die 20 Jahre alten Tüftler Martin Weinhardt aus Adelsried und Christoph Engelhardt aus Schwabmünchen (beide Landkreis Augsburg) für ihre behindertengerechte Säge. Die lässt sich sogar durch die Bewegung der Augen steuern. “Die heute erfolgreichen Jungforscher sind die Wissenschaftler von morgen, die den Wissenschaftsstandort Bayern sichern und weiterentwickeln“, ließ Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) über den Veranstalter, die Eon Bayern AG mitteilen.

Eine Jury aus Lehrern, Professoren und Industrievertretern hatte die Siegerarbeiten aus den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik ausgewählt. Rund 2000 Schüler und Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren aus allen Regionen des Freistaats hatten beim Landeswettbewerb mitgemacht.

Mit dem Plus von 23 Prozent setze sich der erfreuliche Trend stetig wachsender Teilnehmerzahlen fort, betonte Wettbewerbsleiterin Monika Christl. “Zudem ist die Qualität der präsentierten Projekte in diesem Jahr besonders hoch.“ Die nun ausgezeichneten Gewinner werden im Mai am Bundesentscheid in Kiel für Bayern antreten.

dpa

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