Pflegebedürftige in Heimen

Weniger Senioren in Altenheimen gefesselt

München - In bayerischen Altenheimen werden weniger Senioren gefesselt, berichtete Justizministerin Beate Merk: Der Verzicht auf Fixierungen bedeute ein Plus an Lebensqualität.

Justizministerin Beate Merk (CSU) meldet erste Erfolge ihrer Kampagne gegen das Fesseln und Fixieren gebrechlicher Altenheimbewohner in ihren Betten und Rollstühlen. Die Zahl der „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ in den Altenheimen sei in den vergangenen vier Jahren um 20 Prozent zurückgegangen, erklärte Merk am Freitag. Das sei ein großes Plus an Freiheit und Lebensqualität für pflegebedürftige Menschen. Die absolute Zahl ist aber immer noch hoch: In Bayern genehmigten die Gerichte im Jahr 2012 in 20 167 Fällen die Fixierung.

Die Fixierung soll Verletzungen verhindern - in der Praxis werden die alten Menschen durch Gitter am Verlassen ihres Betts gehindert oder an Rollstuhl oder Bett gefesselt. Merk hatte im Sommer 2011 eine Kampagne gegen das Fixieren gestartet. Anstelle von Gittern und Gurten werden andere Möglichkeiten verwendet, um schweren Stürzen vorzubeugen - etwa ein niedrigeres Bett oder eine dicke Matte vor dem Bett. Das Konzept wurde in Garmisch-Partenkirchen entwickelt und heißt „Werdenfelser Weg“.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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