Marx warnt vor Aufweichung des Begriffs Ehe

Freising - Kardinal Reinhard Marx hat vor einer Aufweichung des Ehebegriffs gewarnt. Die Ehe zwischen Mann und Frau sei etwas ganz besonderes, sagte der Erzbischof.

„Keine andere menschliche Gemeinschaft kann Ehe und Familie ersetzen“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Sonntag bei einem Gottesdienst zur Ehepaarsegnung im Freisinger Mariendom vor dem Hintergrund der Diskussionen über gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.

Marx erklärte, es gehe dabei nicht darum, andere Beziehungen zu verurteilen. Vielmehr gelte es dafür zu kämpfen, dass die Ehe als Verbindung von Mann und Frau als etwas ganz besonderes anerkannt werde. „Als Grundwirklichkeit menschlicher Existenz, als Keimzelle von Kirche, Gesellschaft und Staat.“

Die Politik sei dazu aufgerufen, alles dafür zu tun, um das Ja-Wort, das Eheleute sich geben, zu schützen. Denn wenn dieses Ja-Wort nicht mehr gesprochen werde, „ist unsere Gesellschaft tot, ist unsere Kultur tot“, betonte der Kardinal. Mehr als 800 Ehepaare nahmen an dem Gottesdienst teil, das älteste unter ihnen feiert in diesem Jahr seinen 69. Hochzeitstag. Rund 500 der Paare sind nach Angaben des Ordinariats 50 Jahre und länger verheiratet.

dpa

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