"Hat mir Kick gegeben"

Kaufsucht! Frau bringt Arbeitgeber um Millionen

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Die Angeklagte arbeitet bei einem Internetportal für Hotelbuchungen.

Nürnberg - Um sich teure Luxusartikel leisten zu können, hat eine Frau ihren Arbeitgeber jahrelang betrogen und einen Millionenbetrag in die eigene Tasche gesteckt.

Um sich teure Handtaschen und Pelzmäntel zu kaufen, hat eine Frau ihren Arbeitgeber jahrelang um Millionen gebracht: Nun wurde die 52 Jahre alte Buchhalterin wegen Untreue zu vier Jahren Haft verurteilt. Der Vorsitzende Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth sagte in seiner Urteilsbegründung am Freitag, ihr Traum vom Luxus sei zum Alptraum geworden.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor fünfeinhalb Jahre Gefängnis für die Frau gefordert, die Verteidigung vier Jahre. Ein Gutachter hatte der Angeklagten Kaufsucht attestiert. Dies wirkte sich jedoch nicht strafmildernd aus. Jedoch bemühe sich die Frau bereits, den Schaden wieder gut zu machen.

Angeklagte: "Das hat mir einen Kick gegeben"

Die 52-Jährige hatte zum Prozessauftakt gesagt, es sei ein tolles Gefühl für sie gewesen, in die Boutiquen zu gehen und von den Verkäuferinnen bevorzugt behandelt zu werden. „Das hat mir einen Kick gegeben“, sagte die Frau.

Über Jahre hinweg hatte die Buchhalterin Geld ihres damaligen Arbeitgebers - einem Internetportal für Hotelbuchungen - auf ihr eigenes Konto überwiesen. Laut Anklage ging es um mehr als 2,7 Millionen Euro. Weitere Fälle waren strafrechtlich bereits verjährt. Die Frau gab das Geld für teure Handtaschen, Schuhe, Uhren und Pelzmäntel aus. Zivilrechtlich verlangt ihr früherer Arbeitgeber sogar fast 4,5 Millionen Euro von ihr zurück.

dpa

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