"Nicht mal ein Strohfeuer"

Kein Verfahren gegen Mollath wegen Silvester-Streits

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Gustl Mollath muss kein neues Verfahren befürchten.

Regensburg - Nach einer verbalen Auseinandersetzung von Gustl Mollath mit einer Begleiterin am Silvestertag 2013 in Niedersachsen wird nicht gegen den Nürnberger ermittelt.

Es seien keine Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Hannover oder der Polizei Bad Pyrmont anhängig, berichtete die Vorsitzende Richterin in dem Prozess vor dem Landgericht Regensburg am Dienstag. Die Nebenklage hatte am Vortag beantragt, dass die Ermittlungsakten zu diesem Fall angefordert werden.

Gustl Mollath hatte den Vorfall im niedersächsischen Bad Pyrmont bestätigt. „Ja, es gab eine verbale Auseinandersetzung mit scharfen Worten“, sagte der 57-Jährige in einer Verhandlungspause. Es sei aber nicht zu Handgreiflichkeiten gekommen. „Der Antrag der Nebenklage ist nicht mal ein Strohfeuer gewesen, sondern eine Luftblase, die nun zerplatzt ist“, erklärte sein Verteidiger, Gerhard Strate, am Dienstag.

Gustl Mollath muss sich in Regensburg wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung verantworten. Unter anderem soll er 2001 seine damalige Ehefrau körperlich misshandelt und eingesperrt haben. Zudem soll er Dutzende Autoreifen zerstochen haben. In einem ersten Verfahren hatte das Landgericht Nürnberg-Fürth Mollath im Jahr 2006 von den Vorwürfen wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen und ihn in die Psychiatrie eingewiesen.

dpa

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