Keine erhöhte Schleuseraktivität in Richtung Bayern

Prag (dpa) - Die Regierung in Prag sieht keine Anzeichen für eine vermehrte Schleuseraktivität von Tschechien nach Deutschland. Innenminister Milan Chovanec wies entsprechende Berichte am Freitag als "Desinformation" und "alarmistische Nachrichten" scharf zurück.

Die Zahl der aufgegriffenen Flüchtlinge sei weiterhin minimal. "Nichts deutet darauf hin, dass die Route der Schleuser über Tschechien führt", hieß es in einer Mitteilung.

In den zurückliegenden zwei Monaten seien auf tschechischer Seite zwei Fahrzeuge mit illegal eingereisten Migranten aufgegriffen worden, die auf dem Weg nach Deutschland gewesen waren. "Aus Deutschland liegt keine offizielle Anfrage vor, die Kontrolltätigkeit an der tschechisch-deutschen Grenze zu erhöhen", erklärte zudem die Ministeriumssprecherin Lucie Novakova.

Zuvor hatte die "Passauer Neue Presse" (Freitag) unter Berufung auf die Bundespolizei berichtet, dass Schleuser nach der Schließung der Balkanroute andere Wege suchten, um nach Deutschland zu kommen - auch über Tschechien und den Bayerischen Wald. Frank Koller von der Bundespolizei Passau sprach gegenüber der Zeitung von "vermehrten Einzelfällen" als einem "Ausrufezeichen" für die Beamten.

PNP-Bericht

Mitteilung, Tschechisch

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