„Wir sind total schockiert“

Kleinflugzeug stürzt in Bayern auf Kindergarten-Gelände: Pilot stirbt in Wrack - Vermutung zur Ursache

Die Trümmer eines Flugzeugs liegen im Garten eines Kindergartens in Ebermannstadt verstreut.
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Die Trümmer eines Flugzeugs liegen im Garten eines Kindergartens in Ebermannstadt verstreut.

In Nordbayern stürzte ein Kleinflugzeug ab, der Pilot kam ums Leben. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln. Nun gibt es eine erste Vermutung zur Ursache.

Update vom 17. März, 14.21 Uhr: Im Norden Bayerns stürzte am Dienstag ein Kleinflugzeug ab, der Pilot kam ums Leben (siehe Erstmeldung). An der Absturzstelle - auf einem Kindergartengelände - lagen Trümmer verstreut. Ein Wetterwechsel könnte dem erfahrenen Piloten, der seit mehr als 40 Jahren in der Luft war, nun zum Verhängnis geworden sein.

Ein plötzlicher Schneesturm könnte Ursache für den tödlichen Absturz sein. „Während der Pilot in der Luft war und sich schon auf die Landung vorbereitet hatte, kam auf einmal ein Schneesturm auf“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur Tanja Adamski vom dortigen Flugplatz. „Es kann gut sein, dass der Absturz damit zusammenhängt.“ Noch kurz zuvor seien die Bedingungen ideal gewesen. „Er war ein sehr erfahrener Pilot. Er gehörte zu unserem Vorstand und war mehrfach die Woche mit seinem Flugzeug unterwegs, bestimmt seit über 40 Jahren.“

Pilot stirbt nach Absturz von Kleinflugzeug in Bayern: „Wir sind total schockiert“

Am Dienstag sei er am Flugplatz der Burg Feuerstein zu einem Rundflug aufgebrochen, im ständigen Funkkontakt mit dem Flugleiter. „Er hat ihn auf dem Bildschirm verfolgt - bis zuletzt. Wir sind total schockiert“, meinte die Managerin der Flugschule.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten am Mittwoch noch, warum der 64-Jährige am Abend zuvor die Kontrolle verlor und im Garten eines Kindergartens tödlich verunglückte. „Ein Sachverständiger schaut sich das Wrack noch einmal an und wir werten jede Menge Daten aus“, sagte ein Sprecher der Polizei. Tatsächlich sei es zu dem Zeitpunkt sehr winterlich und neblig gewesen.

Pilot stirbt bei Absturz auf Kindergartengelände - „Überall liegen Scherben“

Nach Angaben der Ermittler starb der Mann noch beim Absturz. Des Gelände des Kindergartens sei zum Unfallzeitpunkt schon verlassen gewesen. Rund 120 Einsatzkräfte waren im Einsatz, darunter auch ein Kriseninterventionsteam und Experten von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Noch in der Nacht bargen sie das Wrack.

Der Kindergarten werde trotzdem frühestens nächste Woche wieder öffnen können, meinte die stellvertretende Leiterin Anna Amon. „Die große Fensterfront in einem Gruppenraum ist in Millionen Teile zersplittert. Überall zwischen den Spielsachen liegen Scherben, das ist gefährlich für kleine Kinder.“ Im Sandkasten befänden sich noch kleinere Wrackteile, einige Bäume müssten vermutlich gefällt werden. Auch der Boden könnte durch Kraftstoff verunreinigt sein, sagte Amon. „Wir schauen uns auch nach neuen Räumen um, falls die Arbeiten länger dauern.“

Pilot stirbt bei Flugzeug-Absturz in Bayern: Vierter Flugunfall vor Ort innerhalb von drei Wochen

Der Absturz war bereits der viertel Flugunfall vor Ort innerhalb von drei Wochen. „Das hat mit dem Flugplatz nichts zu tun, das hätte überall passieren können“, sagte Adamski. Ein Pilot habe das Fahrwerk nicht ausgefahren, ein Segelflugzeug sei in den Baumkronen hängen geblieben und zu einem Unfall sei es wegen eines Materialfehlers gekommen. Die Piloten seien alle unverletzt geblieben.

Der tödliche Unfall am Dienstag sei aber auch keinesfalls aus Leichtsinn geschehen, wie die Managerin der Flugschule erklärte „Der Pilot kannte den Flugplatz und die Umgebung wie seine Westentasche.“

Kleinflugzeug in Bayern abgestürzt: Pilot kommt ums Leben - Unfallursache noch unklar

Update vom 17. März, 8.48 Uhr: Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges auf das Gelände eines Kindergartens im oberfränkischen Ebermannstadt ist die Ursache des Unglücks immer noch unklar. Ein Sachverständiger der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sei bereits eingetroffen. Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Mittwoch. Die einmotorige Maschine war am frühen Dienstagabend abgestürzt, der 64-jährige Pilot kam dabei ums Leben (siehe Erstmeldung). Wie die Untersuchungen auch von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft nun fortgesetzt werden, konnte der Polizeisprecher zunächst nicht sagen.

Bayern: Kleinflugzeug stürzt in Kindergarten-Gelände - Pilot stirbt in demoliertem Wrack

Erstmeldung vom 16. März: Ebermannstadt - In Oberfranken ist am Dienstagabend ein Kleinflugzeug abgestürzt - auf das Gelände eines Kindergartens. Der 64 Jahre alte Pilot sei im komplett zerstörten Wrack gestorben, teilte die Polizei am Dienstag mit. Das einmotorige Kleinflugzeug sei am Nachmittag im Außenbereich des Kindergartens von Burg Feuerstein in Ebermannstadt (Landkreis Forchheim) abgestürzt. Warum, war zunächst unklar - Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg ermitteln.

Bamberg/Ebermannstadt: Kleinflugzeug stürzt in Kindergartengelände - Pilot stirbt im Wrack

Ein erster Notruf sei gegen 17.45 Uhr eingegangen, hieß es. Insgesamt 120 Rettungskräfte waren im Einsatz. Für den Piloten der Maschine sei aber jede Hilfe zu spät gekommen. Das Flugzeug war auf dem Dach zum Liegen gekommen. Kinder befanden sich glücklicherweise nicht auf dem Gelände.

Die Unfallaufnahme und Bergung des Wracks dauerten am Abend an. Ein Polizeihubschrauber unterstützte aus der Luft, hieß es. Auf Geheiß einer Staatsanwältin soll auch ein Sachverständiger der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hinzugezogen werden. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Ebenfalls in Franken war Ende 2020 ein Kleinflugzeug abgestürzt. Auch bei diesem Unglück kam der Pilot ums Leben. (dpa/fn)

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