Klinikum Aschaffenburg: Haben Keime im Griff

Aschaffenburg - Das Klinikum Aschaffenburg hat anderthalb Wochen nach einem Infektionsausbruch die multiresistenten Keime auf der chirurgischen Intensivstation unter Kontrolle. Einer der infizierten Patienten ist am Sonntag gestorben.

“Wir haben die Situation komplett im Griff“, sagte Klinikgeschäftsleiterin Katrin Reiser am Dienstag in Aschaffenburg. Nach Kontrollen und Gesprächen mit den Gesundheitsämtern des Landes und der Stadt wurden die leerstehenden Betten am Montag wieder belegt. “Wir haben die Station aufgeteilt. Die infizierten Patienten haben weiterhin keinen Kontakt zu anderen Patienten“, sagte Reiser.

Vor anderthalb Wochen war bei einer Routineuntersuchung der gegen Antibiotika resistente Keim Acinetobacter Baumannii festgestellt worden. Er ist für immungeschwächte Patienten gefährlich und kann Lungenentzündung oder Wundinfektionen auslösen.

Eine Patientin war mit dem Keim stationär aufgenommen worden, wie Reiser sagte. Drei ältere Patienten der Intensivstation infizierten sich mit dem Bakterium. Einer von ihnen ist am Sonntag gestorben. Todesursache sei jedoch seine Grunderkrankung und nicht der Keim gewesen, betonte Reiser. Der Mann litt an Blutkrebs und war vor zwei Monaten mit mehreren Brüchen der Wirbelsäule auf die Intensivstation gekommen. Den anderen beiden Patienten gehe es wieder besser.

dpa

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