Knatsch zwischen Unions-Generalsekretären

Dauerkonflikt und Ärger in der Union. Foto: S. Hoppe/Archiv
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Dauerkonflikt und Ärger in der Union. Foto: S. Hoppe/Archiv

Berlin (dpa) - Der Dauerkonflikt in der Union um Obergrenzen für die Aufnahme von Flüchtlingen sorgt auch für Ärger zwischen den Generalsekretären der Schwesterparteien. CDU-Generalsekretär Peter Tauber kritisierte diesbezüglich eine Äußerung seines CSU-Kollegen Andreas Scheuer über die Arbeit von Flüchtlingskoordinator Peter Altmaier (CDU) als "unkameradschaftlich".

Scheuer hatte Altmaier zuletzt "inhaltslose Dauerappelle" vorgehalten, nachdem der Kanzleramtschef zum wiederholten Mal die von der CSU vehement geforderte Obergrenze abgelehnt hatte. CDU-Mann Tauber sagte dazu im Interview der Zeitung "Die Welt" (Samstag) an die Adresse Scheuers: "So was macht man einfach nicht."

Wenn man wisse, wie hart und engagiert Peter Altmaier an der Bewältigung der Flüchtlingsfrage arbeite, dann sei diese Aussage nicht nur in der Sache falsch, sondern auch unkameradschaftlich. "Und das weiß Andreas Scheuer sicherlich", betonte Tauber.

Die Koalitionspartner CDU, CSU und SPD hatten sich am Donnerstagabend auf eine Verschärfung des Asylrechts geeinigt. Die CSU fordert aber weiterhin eine Obergrenze von 200 000 Flüchtlingen in diesem Jahr.

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