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Kommunen wollen Schutz vor Starkregen verstärkt angehen

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Der bayerische Gemeindetag will Grundstückseigentümer und die Landwirtschaft stärker beim Starkregenschutz einbinden. „Es muss ja jeder verstehen, dass er selber etwas tun muss an seinem Gebäude“, sagte Gemeindetag-Wasserexpertin Juliane Thimet dem Radiosender Bayern 2 am Dienstagmorgen. Auch die Landwirtschaft müsse erkennen, wie wichtig Boden als Rückhaltefläche sei.

München - Eine am Montag vorgestellte Studie war zu dem Schluss gekommen, dass Deutschlands Städte und Gemeinden schlecht auf die häufiger werdenden Sturzfluten nach schweren Gewittern vorbereitet sind. Dazu sagte Thimet: „Das Thema ist neu. In den letzten zwanzig Jahren hat sich unsere Wettersituation grundlegend verändert.“

Gefahrenkarten, mit deren Hilfe sich die Bürger über potenzielle Gefahren in ihrem Wohngebiet informieren könnten, hält Thimet für eine gute Idee. Diese reichten aber nicht aus, sagte sie. „Wir wollen ja keine Bürokratie, wo dann am Schluss wieder eine Karte rauskommt und keiner weiß, wie es weitergeht.“

Aus den Karten müssten konkrete Maßnahmen folgen, sagte Thimet. Eigentümer müssten sich zum Beispiel um einen entsprechenden Versicherungsschutz für ihr Gebäude kümmern. Außerdem seien Nachverdichtungen in den Kommunen eine Gefahr. Denn wenn jede freie Fläche versiegelt werde, könnten Niederschläge vor Ort nicht versickern. dpa

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