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Komplettes Waisenheim aus Ukraine soll neue Heimat finden

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Eine Behinderteneinrichtung in Schwaben will einem kompletten Waisenheim aus der Ukraine eine neue Heimat während des Krieges geben. Das Dominikus-Ringeisen-Werk aus Ursberg (Landkreis Günzburg) erwarte die erste Gruppe aus dem Waisenhaus in Krywyj Rih im Südosten der Ukraine an diesem Sonntag, teilte ein Sprecher mit.

Ursberg - Insgesamt sollen 82 mehrfach behinderte Waisen, vom Kleinkind bis zum Erwachsenen, sowie ihre Begleiter nach Bayern kommen. Es handelt sich um eine rund 120 Menschen umfassende Gruppe. Am Mittwoch seien die Waisen mit ihren Pflegekräften und Angehörigen nach einer eineinhalbtägigen Zugfahrt in Polen angekommen.

Von dort sollen die Menschen nun in den Freistaat gebracht werden. Der Transport soll vom Günzburger Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes unterstützt werden. Flüchtlinge, die bereits in Bayern angekommen sind, sollen ebenfalls helfen.

„Von den 82 Bewohnerinnen und Bewohnern des Heims können 23 ausschließlich nur liegend transportiert werden“, erklärte der Sprecher. Wie die bettlägerigen Menschen von Polen nach Ursberg kommen, müsse noch geklärt werden.

Das Dominikus-Ringeisen-Werk ist eine kirchliche Stiftung. In Bayern gehört das Werk zu den großen Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung, für Mehrfachbehinderte und psychisch Kranke mit 30 Standorten in Schwaben, Oberbayern und Unterfranken. In den Heimen des Werkes leben etwa 5000 Menschen, sie werden von mehr als 4600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt. dpa

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