Kompromiss im Streit um Coburger Flugplatz

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Im Streit um die Nutzung des regionalen Flugplatzes auf der Coburger Brandensteinsebene ist ein Kompromiss gefunden worden.

Coburg - Im Streit um die Nutzung des regionalen Flugplatzes auf der Coburger Brandensteinsebene ist ein Kompromiss gefunden worden.

Nach der Verlängerung des Sicherheitsstreifens und der Erneuerung der Anflugbefeuerung sollen Geschäftsflieger von März 2012 an auch bei schlechter Sicht wieder starten und landen dürfen, berichtete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Andreas Scheuer (CSU), am Montag in Coburg.

Scheuer und das Luftamt Nordbayern knüpften die Zusage allerdings an die Bedingung, dass die Pläne für einen neuen Verkehrslandeplatz im Landkreis spätestens bis zum Jahr 2019 verwirklicht werden. Bei schlechter Sicht war die Nutzung des Flugplatzes in den vergangenen neun Jahren nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich, die Ende 2010 endgültig auslief.

Ein Ausbau des Flugplatzes auf dem Plateau der Brandensteinsebene ist wegen der topografischen Bedingungen nicht möglich. Um die gestiegenen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, muss die ohnehin nur 860 Meter lange Landebahn um rund 200 Meter verkürzt werden. Das hat zur Folge, dass Jetflugzeuge Coburg nicht mehr anfliegen dürfen.

Vertreter der Wirtschaft begrüßten den Kompromiss. Mehrere international operierende Unternehmen hatten nach dem Auslaufen der Ausnahmegenehmigung für den Instrumentenflugbetrieb über Wettbewerbsnachteile geklagt und mit Abwanderung gedroht. Die Kosten für die technischen Verbesserungen belaufen sich nach Angaben von Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) auf knapp eine Million Euro.

dpa

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