Kritik am Mindestlohn ist "an den Haaren herbeigezogen"

+
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Würzburg (dpa/lby) - Fünf Monate nach Einführung des Mindestlohnes spricht der Würzburger Ökonom Peter Bofinger von einer Erfolgsgeschichte. Er sehe lediglich "minimale Brandspuren" im Bereich der Minijobs. Reguläre Beschäftigungsverhältnisse würden zunehmen, und zwar auch in kritischen Berufsgruppen, sagte der Wirtschaftsweise in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Kritik an einer zu großen Bürokratie wies der Ökonom als "an den Haaren herbeigezogen" zurück. Die Dokumentationspflicht von Arbeitszeiten verhindere illegale Beschäftigung.

Problematisch sei allerdings eine Dauerbeschäftigung im Mindestlohnbereich. Diese führe zu einer Rente auf dem Niveau der Grundsicherung. Bofinger schlug deshalb die Prüfung von Rentenzuschlägen vor. Eine entsprechende Erhöhung des Mindestlohnes lehnte der Ökonom jedoch ab, da dieser dann "nicht mehr vertretbar" sei.

Internetseite der Lehrstuhls von Peter Bofinger

Infos zu Mindestlohn für Studenten im Praktikum

Auch interessant

Meistgelesen

Drama um vermissten Bundeswehrsoldaten (32): Nach tagelanger Suche - jetzt gibt es traurige Gewissheit
Drama um vermissten Bundeswehrsoldaten (32): Nach tagelanger Suche - jetzt gibt es traurige Gewissheit
Unbekannte stehlen Abitur-Prüfungen in Bamberg - Polizei durchsucht Häuser
Unbekannte stehlen Abitur-Prüfungen in Bamberg - Polizei durchsucht Häuser
Corona in Bayern: Für Kitas gelten ab heute neue Regeln - Spezielle Änderungen für Waldkindergärten 
Corona in Bayern: Für Kitas gelten ab heute neue Regeln - Spezielle Änderungen für Waldkindergärten 
Traunreut: Mann attackiert 20-Jährigen auf offener Straße - Festnahme wegen versuchten Mordes
Traunreut: Mann attackiert 20-Jährigen auf offener Straße - Festnahme wegen versuchten Mordes

Kommentare