Ausbau am Allgäu-Airport stößt auf Kritik

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Der Ausbau des Allgäu-Airports löst Ablehnung aus.

Hawangen/München - Der geplante Ausbau des Allgäu-Airports löst heftige Kritik aus: Naturschützer wollen die Erweiterung unbedingt verhindern. Andere reagieren ähnlich ablehnend.

Die Pläne zum Ausbau des Allgäu Airports stoßen beim Bund Naturschutz in Bayern (BN) auf heftige Kritik. “Der am Allgäu Airport betriebene Billigflugverkehr zerstört die vielen Klimaschutzbemühungen in der Region“, sagte Reiner Krieg, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu, am Dienstag. Klimaschutz sei kein abstraktes Thema für internationale Konferenzen, sondern müsse vor Ort umgesetzt werden.

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In Hawangen bei Memmingen fand am Dienstag ein Erörterungstermin zum geplanten Flughafenausbau statt. Im Planfeststellungsverfahren waren beim Luftamt Südbayern 964 Einwendungen gegen den Ausbau eingegangen.

Der Allgäu Airport will in den kommenden Jahren rund 15 Millionen Euro in Infrastruktur und Sicherheit investieren. Unter anderem ist geplant, das Terminal zu erweitern und die Start- und Landebahn von 30 auf 45 Meter zu verbreitern. Mit dem Ausbau strebt der Flughafen auch eine Ausdehnung der Flugzeiten an. Bislang sind Flüge nach 22.00 Uhr nur unter besonderen Voraussetzungen erlaubt.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hatte bereits am Vortag den Ausbau des Memminger Flughafens entschieden abgelehnt. “Alle Regionalflughäfen in Deutschland sind ein finanzielles Fass ohne Boden“, sagte Bernd Sluka, Vorsitzender des VCD-Landesverbands Bayern. Durch die Luftverkehrsabgabe habe sich die Situation noch verschärft. Der Verkehrsclub sieht auch Natur und Umwelt im Allgäu gefährdet. Darunter würde vor allem der Tourismus als einer der Haupteinnahmezweige in der Urlaubsregion leiden.

dpa

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