Lehrer: "ICE-Feeling" in vielen Klassenzimmern

München - Bahnkunden sind nicht die einzigen Hitzeopfer: Der Bayerische Philologenverband (bpv) hat am Freitag auf die unerträgliche Zustände in vielen Klassenzimmern hingewiesen.

Der Bayerische Philologenverband (bpv) beklagt angesichts der wochenlangen Hitzewelle ein “ICE-Feeling“ in vielen bayerischen Klassenzimmern. Gründe dafür seien das weitgehende Fehlen von Lüftungs- und Klimaanlagen sowie bauliche Defizite, erklärte der bpv-Vorsitzende Max Schmidt am Freitag in München - und verlangte eine Nachrüstung. Schmidt beklagte aber auch, dass die einst weit verbreiteten “Hitzefrei“-Regelungen überall in Deutschland auf dem Rückzug seien. Auch in Bayern werde selbst bei tropischen Temperaturen in Klassenzimmern geschwitzt und gelernt. “In Köpfe, die vor Hitze qualmen, geht nicht mehr viel hinein“, warnte Schmidt.

Das Kultusministerium verwies darauf, dass die Schulen selbst entscheiden dürfen, ob sie den Schülerinnen und Schülern hitzefrei geben oder nicht. Dies liege “im Ermessen der Schulleiter“ und richte sich nach der Situation vor Ort, sagte ein Sprecher. Die Schulleiter dürften den Unterricht ausfallen lassen, wenn Bedingungen herrschten, die die Bildungsarbeit in der Schule nachhaltig infrage stellten.

dpa

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