Lehrer sehen Bayern im Bildungs-Abseits

München - Kurz vor dem Ende des Schuljahres hat der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) das Kultusministerium scharf angegriffen.

“Während sich bundesweit die schul- und bildungspolitische Landschaft zu verändern beginnt, verweigert sich das Kultusministerium notwendigen Schritten“, sagte BLLV-Präsident Klaus Wenzel am Mittwoch laut Mitteilung in München. Zwar gebe es unzählige Neuerungen, ein Durchbruch sei aber noch nicht in Sicht. Durch die “Blockadehaltung“ manövriere Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) Bayern ins Abseits, kritisierte Wenzel.

Der BLLV-Präsident bezeichnete den Zeugnistag an diesem Freitag als Schicksalstag für viele der rund 1,4 Millionen Schüler. Die Zeugnisse seien Beleg dafür, wie “wir in Bayern mit den Potenzialen junger Menschen umgehen“, sie sagten aber nur wenig über ihre tatsächlichen Fähigkeiten, kritisierte Wenzel. Seiner Ansicht nach sagen Ziffernnoten wenig über Lernfortschritte und den Kompetenzerwerb der Schüler aus.

dpa

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