Aus Liebeskummer drei Mal Scheune angezündet

Pleinfeld - Das Feuer der Leidenschaft hat eine Hausfrau aus Pleinfeld wörtlich genommen: Drei Mal setzte sie aus Liebeskummer ihre Scheune in Brand - und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Weil sie aus Liebeskummer Feuer legte, hat das Landgericht Nürnberg-Fürth am Dienstag eine 28-jährige Hausfrau aus Pleinfeld (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau gleich dreimal die eigene Scheune angezündet hat. Dabei war ein Sachschaden von rund 195 000 Euro entstanden. Menschen oder Tiere wurden nicht verletzt. Ein psychiatrischer Gutachter bescheinigte der 28-Jährigen eingeschränkte Schuldfähigkeit.

Die Hausfrau gestand vor Gericht, sie habe sich von ihrem Ehemann, einem Bauern und Fabrikarbeiter, mit der vielen Arbeit auf dem Hof schikaniert gefühlt. “Ich wollte, dass er mal spürt, wie das ist, wenn einer nur auf Dir drückt und rumnörgelt“, sagte die Angeklagte am ersten Verhandlungstag. Die Verurteilte erhielt zudem Auflagen: Sie muss hundert Stunden ehrenamtliche Arbeit leisten und eine Psychotherapie absolvieren. Zunächst hatte die 28-Jährige sogar fünf Brandstiftungen gestanden. Sie widerrief aber später ihre Aussage: Mit zwei Bränden auf Nachbargrundstücken habe sie nichts zu tun. Das Gericht glaubte ihr, weil sie beim ursprünglichen Geständnis eine fehlerhafte Skizze des Tatortes gezeichnet hatte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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