Liebespaar erschossen: Angeklagter bestreitet Tat

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Basar A. vor Gericht

Schweinfurt - Ein wegen Doppelmordes angeklagter Mann hat am Mittwoch vor dem Landgericht Schweinfurt die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.

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Liebespaar hingerichtet: Bauunternehmer vor Gericht

"Er bleibt dabei, dass er die Tötungshandlung nicht begangen hat", sagte sein Verteidiger zu Prozessbeginn. Der 30-jährige Iraker soll vor einem Jahr seinen 35 Jahre alten Onkel und dessen Schwägerin (30) mit Kopfschüssen vor der Schweinfurter Eissporthalle niedergestreckt haben.

Die irakischstämmigen Opfer waren ein Liebespaar. Die Anklage geht davon aus, dass der Bauunternehmer die beiden getötet hat, weil "er das intime Verhältnis seines Onkels zu dessen Schwägerin nicht mehr duldete", wie Oberstaatsanwalt Rainer Gündert sagte. Der Getötete -verheiratet und Vater von fünf Kindern - soll zuvor auf den Koran geschworen haben, dass er die Affäre mit der Frau beende. Daran hielt sich der Mann allerdings nicht.

Nach Worten des Anklägers hat der 30-Jährige heimtückisch gehandelt, als er seine Opfer, die in einem geparkten Auto saßen, mit je drei Kopfschüssen tötete. "Der Angeklagte gab die Schüsse aus nächster Nähe ab", sagte Gündert.

Für den Prozess sind bis November 14 Verhandlungstage angesetzt. Die Verteidiger beantragten am Mittwoch, alle Aussagen, die der Angeklagte vor der Verhandlung gemacht hat, nicht zu berücksichtigen. Ihr Mandant sei unter anderem nicht über seine Rechte aufgeklärt und ohne Dolmetscher verhört worden. Zudem sei er bei seiner Vernehmung psychisch unter Druck gesetzt worden.

dpa

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