Hubschrauber findet Flüchtigen auf Feld

Angriff auf Polizeiinspektion in Bayern: Verdächtiger beschäftigt die Beamten die ganze Nacht

Ein Mann aus Kelheim bereitete den Polizisten in Mainburg eine unruhige Nacht.
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Ein Mann aus Kelheim bereitete den Polizisten in Mainburg eine unruhige Nacht.
  • Thomas Eldersch
    VonThomas Eldersch
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Ein 56-Jähriger hielt die Polizei Mainburg die gesamte Nacht auf Samstag auf Trab. Er griff Beamte an, legte mutmaßlich Feuer und beschädigte eine Polizeidienststelle.

Mainburg - Wurde auf das Polizeirevier in Mainburg im niederbayerischen Landkreis Kelheim* geschossen? Polizisten registrierten am Samstag (2. Oktober) in der Früh Einschläge in Fensterscheiben und Fassade. Ein Verdächtiger konnte auch schnell ausgemacht werden. Die Fahndung wurde aufgenommen und ein Polizeihubschrauber half bei der Suche. Es war nur das Finale einer ereignisreichen Nacht für die niederbayerischen Polizisten.

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Angriff auf Polizeidienststelle in Mainburg: Verdächtiger meldet falschen Brand auf Volksfestplatz

Begonnen hat alles um 1.45 Uhr am Samstagmorgen. Eine männliche Person meldete einen Brand am Volksfestplatz in Mainburg. Beamte machten sich auf den Weg und stellten schnell fest, dass es sich um eine Falschmeldung handelte, schreibt die Polizei Niederbayern in ihrer Pressemitteilung. Sie konnten den 56-jährigen Falschmelder aus dem Landkreis Kelheim schnell ausfindig machen und statteten ihm einen Besuch ab. Er hatte sich schon zuvor über das Volksfesttreiben bei den Ordnungshütern beschwert.

An der Wohnung des Mannes angekommen, wurden die Polizisten von dem Mann mit Holzscheiten und einer Mülltonne beworfen. Getroffen hatte er aber nur den Streifenwagen. Dem 56-Jährigen gelang es daraufhin sich unbemerkt aus dem Staub zu machen. Die Beamten verloren zunächst seine Spur.

In Mainburg: Tatverdächtiger wirft mit Steinen auf Polizeirevier

Bis 4.45 Uhr blieb es ruhig in Mainburg. Dann die Einschläge in die Fassade und die Fenster der Polizeiinspektion. Der erste Verdacht: Das waren Schüsse. Als die Beamten nachsahen, konnten sie noch einen Verdächtigen fliehen sehen. Die Schüsse stellten sich schnell als relativ harmlose Pflastersteine heraus. Die Spuren rund um das Gebäude wurden weiter untersucht, während die Ordnungshüter eine Fahndung nach dem Flüchtigen ausgaben. Ein im Einsatz befindlicher Polizeihubschrauber unterstützte bei der Suche. Ihm gelang es wenig später auch, auf einem Feld zwischen Mainburg und Sandelzhausen den Tatverdächtigen auszumachen. Es stellte sich heraus, dass es der gesuchte 56-Jährige von vorhin war. Er befand sich zwischenzeitlich in Gewahrsam in der Polizeiinspektion Landshut*.

Damit aber noch nicht genug. Nach dem Angriff auf das Dienstgebäude soll der 56-Jährige noch Überweisungsvordrucke im Vorraum einer Mainburger Bank angezündet haben. Auch einen Mülleimer auf dem Mainburger Volksfestplatz soll der Verdächtige in Brand gesteckt haben. Beide Feuer konnten rechtzeitig gelöscht werden. Beschädigungen an einem Auto könnten ebenfalls auf die Kappe des Kelheimers gehen. In allen Fällen hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Tatverdächtiger weiterhin aggressiv - Einweisung in Klinik

Um 6.45 Uhr kam der Tatverdächtige in der Polizeidienststelle in Landshut an. Beruhigt hatte sich der mutmaßliche Randalierer aber immer noch nicht. Er soll sich weiter äußerst aggressiv und psychisch auffällig verhalten haben, heißt es in der Mitteilung weiter. So blieb den Polizisten nichts anderes übrig, als ihn im Laufe des Samstags in ein Bezirkskrankenhaus einzuliefern. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Landshut in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg* geführt. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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