Sie wollte sich trennen:

Frau geschändet: Mann gesteht Tat unter Tränen

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Der Anwalt des Angeklagten Wilhelm E. am Dienstag im Gerichtssaal.

Traunstein - Weil sich seine Frau von ihm trennen wollte, geriet ein Mann (53) in Rage und erwürgte seine Frau. Nun gestand er die Tat unter Tränen vor Gericht.

Mit dem Geständnis des angeklagten Ehemannes hat der Prozess um den Totschlag an einer dreifachen Mutter begonnen. „Ich wollte, dass sie still ist“, sagte der 53-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht Traunstein. Der Mann wird beschuldigt, seine Frau im Sommer 2013 in Neumarkt-Sankt Veit (Landkreis Mühldorf a. Inn) umgebracht zu haben. Unmittelbar zuvor hatte ihm die 39-Jährige die Trennung wegen seiner Alkoholsucht angekündigt.

Vor Gericht schilderte der Angeklagte, dass er schon als Kind zum Alkoholiker wurde. Nach dem Scheitern seiner ersten Ehe, aus der er eine Tochter hat, hätten sich die Alkoholprobleme verschärft. Auch seine zweite Ehe litt darunter, zeitweise lebte die Frau mit den drei gemeinsamen Kindern im Frauenhaus. Dennoch habe er das Verhältnis zu seiner zweiten Frau als sehr eng und gut empfunden.

Der 6. Juli 2013, an dem der 53-Jährige seine Frau umbrachte, war der 21. Jahrestag des gemeinsamen Kennenlernens. Leider sei die 39-Jährige nicht daheim gewesen, sagte der Angeklagte. Er habe daher nach längerer Abstinenz einen Rückfall erlitten und mehrere Liter Weinschorle getrunken. Dies habe zu einer Bewusstseinsänderung geführt. „Es war, als ob mein Hirn sich zusammenzieht.“

Nach ihrer Heimkehr warf die Frau dem Mann die Trinkerei vor und kündigte die sofortige Trennung an. Unter Tränen gestand der Angeklagte vor Gericht, daraufhin aufgesprungen zu sein, seine Frau zunächst mit den Händen gewürgt und danach ein Knie auf den Hals des am Boden liegenden Opfers gedrückt zu haben.

Dann trug er die Tote ins Schlafzimmer und verging sich an der Leiche. Dies sei aus Liebe geschehen, sagte der 53-Jährige, weil ihm bewusstgeworden sei, dass er seine Frau nie mehr wiedersehen würde. Am nächsten Morgen ließ er sich von seiner nichtsahnenden Tochter mit der Leiche im Kofferraum zur Polizei fahren, wo er die Tat gestand.

Für den Prozess vor der 5. Strafkammer des Landgerichts sind drei Verhandlungstage geplant. Es werden mehrere Sachverständige und Zeugen gehört. Das Urteil soll am 18. Februar verkündet werden.

dpa

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