Mann vergiftet eigene Mutter - Ermittlungen fast abgeschlossen

Memmingen - Mit einem Giftcocktail hat ein Mann im Allgäu seine pflegebedürftige Mutter getötet. Die Ermittlungen gegen den 41-Jährigen sind fast abgeschlossen. Warum er seine Mutter tötete:

Nach dem Giftanschlag auf eine pflegebedürftige Frau im Allgäu sind die Ermittlungen gegen den Sohn der 65-Jährigen fast abgeschlossen. Die Frau sei ein Pflegefall gewesen und ihr Sohn habe sich um sie kümmern müssen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West in Kempten am Mittwoch. “Möglicherweise ist das Motiv darin zu suchen“.

Die Frau war am Montag, fast zwei Monate nach dem Anschlag, in einem Krankenhaus gestorben. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ordnete die Obduktion der Leiche an. Man rechne damit, dass in den nächsten Wochen Anklage gegen den Mann erhoben werde, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der 41-Jährige hatte nach den bisherigen Ermittlungen am 8. April ein Getränk mit einer giftigen Substanz gemischt und seiner Mutter zu trinken gegeben. Nachdem die Frau den Giftcocktail getrunken hatte, blieb der Sohn noch etwa zwei Stunden in der Wohnung und ließ seine Mutter dann allein. Er betrank sich, fuhr mit dem Fahrrad zur Polizei in Memmingen und erstattete Selbstanzeige.

Die Feuerwehr öffnete damals die Wohnungstür der 65-jährigen, die Frau kam mit Verätzungen ins Krankenhaus. Am 9. April wurde Haftbefehl gegen den 41-Jährigen erlassen. Der Mann aus dem nördlichen Landkreis Unterallgäu sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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