Feiertag nach Zensus in Gefahr

Was feiern wir an Mariä Himmelfahrt?

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Am 15. August feiern rund 1700 katholische Städten und Gemeinden den Feiertag, Mariä Himmelfahrt.

München - Mit Lichterprozessionen und der Weihe von Kräuterbuschen feiern Katholiken am Donnerstag das Fest Mariä Himmelfahrt. Im kommenden Jahr könnte sich das aufgrund des Zensus 2011 ändern.

In vielen Marienkirchen wird der Tag der Schutzpatronin mit Lichterprozessionen und der Weihe von Kräuterbuschen begangen. So zelebriert der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx einen Patroziniumsgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf. Eine der größten Prozessionen ist im schwäbischen Ziemetshausen in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild geplant.

Was an Mariä Himmelfahrt gefeiert wird

Seit dem siebenten Jahrhundert feiern Christen Mariä Himmelfahrt. 1950 verkündete Papst Pius XII. den für Katholiken verbindlichen Glaubensinhalt (Dogma), dass Maria bei ihrem Tod „mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen“ wurde. Mariä Himmelfahrt dient vielen als Begründung dafür, dass es weder ein Grab noch Reliquien Marias gibt. Die Mutter Gottes wurde schon früh als Schutzpatronin gegen Unbilden der Natur verehrt. Gottesdienste mit Kräuterweihen haben eine lange Tradition. Für die katholische Kirche ist Mariä Himmelfahrt der Auftakt für die anschließenden 30 Marientage, die als besonders segensreich gelten.

In diesen Gemeinden wird gearbeitet

Ein gesetzlicher Feiertag ist das Fest nur in den rund 1700 Städten und Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung, vor allem in Ober- und Niederbayern, aber auch in der Oberpfalz, in Schwaben und Unterfranken. In den evangelisch geprägten Regierungsbezirken Oberfranken und Mittelfranken dagegen müssen die Menschen an diesem Tag größtenteils arbeiten. Ähnlich sieht es in Bayerns Großstädten aus: Während man in Nürnberg, Fürth und Erlangen am 15. August einkaufen kann, sind in München, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt und Würzburg die Geschäfte geschlossen.

Wegen Zensus: Feiertag in Gefahr

Im kommenden Jahr ändert sich das mancherorts. Denn aufgrund des Zensus 2011 wurde neu berechnet, in welchen Gemeinden Mariä Himmelfahrt gesetzlicher Feiertag bleibt.

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Die Kirche begann die „Entschlafung“ Mariens bereits im vierten Jahrhundert zu feiern. Nach altem Glauben fuhr die Mutter Jesu nach ihrem Tod unversehrt in den Himmel auf. Papst Pius XII. erhob die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel 1950 zum Dogma. In Bayern werden vielerorts zu Sträußen gebundene Kräuter geweiht, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Dies geht auf eine Legende aus dem achten Jahrhundert zurück, wonach ein wundersamer Kräuterduft das Grab Mariens erfüllte.

dpa

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