Marx schießt gegen Mixa: Klinik-Aufenthalt wichtiger Schritt

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Reinhard Marx

München - Zwischen dem früheren Augsburger Bischof Walter Mixa und dem Vorsitzenden der bayerischen Bischofskonferenz Reinhard Marx ist offener Streit ausgebrochen.

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Marx ließ am Mittwoch Mixas Vorwurf einer Intrige und mangelnder Brüderlichkeit scharf zurückweisen: “Es ist alles rechtmäßig gelaufen, darüber hinaus gibt es nichts zu sagen“, sagte der Sprecher des Erzbistums und der bayerischen Bischofskonferenz, Bernhard Kellner, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Mixa hatte in einem Interview mit der Tageszeitung “Die Welt“ angekündigt, die Vorgänge um seinen Rücktritt vom päpstlichen Gerichtshof in Rom untersuchen zu lassen. Dabei hatte er dem Vorsitzenden der katholischen Bischöfe in Bayern, dem Münchner Erzbischof Reinhard Marx, sowie dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK), dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, vorgeworfen, deren Verhalten “hätte brüderlicher sein müssen“. Sie hätten den Papst mit haltlosen Vorwürfen über einen Missbrauchsfall unter Zugzwang gesetzt.

Der Sprecher des Münchner Erzbischofs sagte dazu: “Nicht zuletzt im Interesse von Bischof emeritus Mixa sehen wir davon ab, Einzelheiten öffentlich auszubreiten.“ Man wünsche Mixa gute Genesung: “Sein Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik war ein wichtiger erster Schritt.“

Mixa hatte am 21. April nach Prügelvorwürfen ehemaliger Heimkinder und Vorwürfen einer Zweckentfremdung von Stiftungsgeldern für Waisenhauskinder bei Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt angeboten. Dieser wurde offiziell am 8. Mai vom Vatikan angenommen. Vorermittlungen zu Missbrauchsvorwürfen hat die Staatsanwaltschaft eingestellt, die Prügelvorwürfe aus seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen bestehen aber weiter. Die Vorgänge sind strafrechtlich verjährt.

dpa

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